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Frage Nr. 39617 von 30.03.2025

Mollige Frau zum Orgasmus bringen mit kleinem Penis

Unsere Antwort

Was glaubst du, was anders ist bei molligen Frauen und einem kleinen Penis?

Es ist so, dass Frauen sehr oft nicht nur durch das Hinein- und Hinausgehen des Penis einen Orgasmus erfahren. Oft braucht es äussere Stimulation der Klitorisperle (allein oder zusätzlich).

Vielleicht möchtest du mehr lesen zu unterschiedlichen Orgasmen, sowie erregenden Stellen.

Beim Ausprobieren ist es​ wichtig stets zu fragen, was oder wie sie es mag. Vielleicht präferiert sie ein vibrierendes Toy, welches sie oder du während, vor oder nach einer Penetration benutzen könntet, oder auch reibende Finger. Falls ihr euch gut kennt, kannst du auch fragen, wie sie sich selbst stimuliert, das hilft oft zu verstehen, wie ihr Körper am besten Lust und einen Orgasmus erfahren kann. Was stärker stimulierende Sex-Positionen angeht, könntet ihr einmal probieren, eure Beine in einer Scherenposition zusammenzubringen, indem du zum Beispiel über ihr bist und eines ihrer Beine unter deinen durchbringst und das andere oben. Oder auch in der Doggy Position kann ein Penis manchmal tiefer aufgenommen werden. Ich hoffe, das hilft. Ausprobieren, kommunizieren, rückfragen und am wichtigsten: Spass haben

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Frage Nr. 39616 von 30.03.2025

Hallo ich bin ein Mädchen und ich bin 13 und ich habe vor kurzem mit Selbstbefriedigung angefangen und ich mache es immer so das ich mich auf einem Kissen so reibe und ich habe dabei meine Unterhose an, Und ich habe dazu zwei Fragen.
Ist das normal also ich komme mir dann immer komisch vor weil normal soll man das ja eher nackt machen?
Und wenn ich das mache werde ich halt auch feucht und dann ist es in der Unterhose hinterher ein bisschen feucht und ich gehe dann danach damit meistens schlafen ist das ungesund oder so also können da bakterien kommen?

Unsere Antwort

Ein "normal" oder "richtig oder falsch" gibt es bei der Selbstbefriedigung nicht. Richtig ist, was dir gefällt.

Und wenn du feucht wirst, scheint deinem Körper zu gefallen, was du machst. Jede Person hat eine eigene Art sich sexuell zu befriedigen. Manche Personen kennen auch mehrere Varianten sich zu befriedigen. Vielleicht hast du irgendwann später mal Lust, dich mehr zu erkunden in der Selbstbefriedigung und dein Geschlecht auch direkt zu berühren. Das kann erst in ein paar Jahren sein, oder nie. Du allein entscheidest, was sich für dich stimmig anfühlt. Was spannend wäre herauszufinden: Warum berührst du dich nicht? Bist du einfach grad happy mit der Methode, die du entdeckt hast? Oder möchtest du dich bewusst nicht berühren an den Genitalien? 

Eine direkte Berührung am Geschlecht, in der Nacktheit, kann helfen, dich und deinen Körper noch mehr anzunehmen, zu akzeptieren und schön zu finden. Unsere Finger sind wie kleine Sensoren: Wenn wir etwas ertasten, ohne es zu sehen, ensteht ein Bild im Kopf, eine Vorstellung. Dies ist hilfreich, wenn du dich mit dem eigenen Geschlecht anfreunden möchtest. Und das wiederum lässt dich selbstsicherer werden in der Sexualität. Falls du Lust hast, mehr in der Selbstbefriedigung zu erkunden, empfehle ich dir den Text über weibliche Selbstbefriedigung.

Direkt schlafen gehen danach, mit der feuchten Unterhose, ist nicht gefährlich. Unser Körper ist sowieso mit vielen Bakterien besiedelt - vor allem mit guten - da kommen keine neuen, bösen Bakterien von irgendwo her nach deiner Selbstbefriedigung. Das kannst du einfach weiter so machen.

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Frage Nr. 39615 von 30.03.2025

Ich beziehe mich auf die Frage Nr. 38001 von 13.03.2024. Vielen lieben Dank für eure Antwort! Ich habe einmal eine Abklärung zu einer PTBS gemacht. Die Symptome wie Schlafstörungen oder Rückzug habe ich nicht. Ich habe auch keine klassisches Trauma, wie beispielsweise einen Krieg erlebt.

Ich habe mehrfach Mobbing erlebt und bin in meiner Kindheit vermutlich häufig allein gelassen worden. Ich habe zudem sehr viel Stress erlebt. Ich bin und war damals teilweise nicht ganz da und habe heute mit Ängsten, gelegentlichen Panikattacken und wiederkehrenden Depressionen zu kämpfen. Die Erinnerungen sind teilweise weit weg. Ich habe Ängste vor spezifischen Situationen, ohne den Auslöser zu kennen. Was meinst du?

Unsere Antwort

Du schreibst von Kindheitserlebnissen, die belasten können. Mich würde als erstes interessieren, wie du dein Leben meisterst. Ich nehme an, du hast trotz dieser Erlebnisse einiges erreicht. Kannst du mir drei Dinge nennen, die dir gelungen sind und die dir an dir gefallen?

Wer unterstützt dich heute in deinem Leben? Hast du enge Freundschaften? Gibt es in deiner Verwandtschaft Menschen, die für dich da sind? Hast du Hobbies, die dir gut tun? Was interessiert und begeistert dich?

Wenn Menschen schlimmes erlebt haben, ist es umso wichtiger, das Leben aufzufüllen mit guten Dingen. Denn wenn du gut zu dir bist, hast du mehr Kraft und Ausdauer die Themen anzugehen, die dir aus der Vergangenheit noch nachhängen.

Deine Frage bezieht sich auf Trauma. Es gibt verschiedene Theorien zu Trauma. Einig ist man sich unter Expert*innen darüber, das es sinnvoll ist zwischen drei Dingen zu unterscheiden:

  1. traumatisches Ereignis
  2. traumatisches Erleben
  3. traumatische Verarbeitung

Ein traumatisches Ereignis kann für den einen das Verabreichen einer Spritze sein, für jemand anderen eine Naturkatastrophe oder Krieg. Es gibt auch traumatische Ereignisse, die als einzelnes Ereignis nicht so schlimm wären, aber weil sie sich sehr oft wiederholt haben, richten sie Schaden an. Das kann zum Beispiel heftiger Streit im Elternhaus sein oder abwertende Kommentare von Menschen, die dich eigentlich umsorgen sollen. Wichtig: Am Ereignis selbst kann man noch nicht festmachen, ob die Person, die es erlebt, ein Trauma entwickelt. Fällt ein Nicht-Schwimmer ins tiefe Wasser, ist das für die Person lebensbedrohlich. Fällt ein guter Schwimmer ins tiefe Wasser, ist es für ihn vermutlich ein Spass.

Das traumatische Erleben bedeutet, dass du im Moment des traumatischen Ereignisses das Gefühl hattest, das das Ereignis deine Kapazitäten übersteigt. Du hast zum Beispiel Angst, fühlst dich hilflos oder du fühlst gar nichts mehr.

Die traumatische Verarbeitung findet nach dem Ereignis statt. Viele verarbeiten traumatische Ereignisse gut, weil sie im Nachhinein genügend Ressourcen zur Verfügung haben, das Erlebte einzuordnen und zu einem Zustand der Sicherheit und Gelassenheit zurückzukehren. Das hängt unter anderem davon ab, ob es jemanden gab, der Trost gespendet hat und welche Möglichkeiten es gab, das Erleben zum Ausdruck zu bringen und sauber in der Vergangenheit abzulegen. Bei einer traumatischen Verarbeitung gelingt die Rückkehr zu Sicherheit und Gelassenheit nicht. Und das kann sich zum Beispiel darin äussern, dass manche Dinge, scheinbar aus dem nichts, starke Gefühle auslösen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass du mit deiner Vermutung richtig liegst, dass es bei dir eine traumatische Verarbeitung von Erlebnissen gab. Deshalb möchte ich dir noch ein paar mehr Informationen dazu geben, damit du dein Erleben damit abgleichen kannst.

Lies dazu bitte diese Definition von Paul Linden, die die Bezüge zum Körper und zum aktuellen Erleben verdeutlicht:

Der Körper reagiert auf jede Form von Stress, indem er sich zusammenzieht. Wenn Menschen sich bedroht oder herausgefordert fühlen, verengen sie typischerweise ihre Atmung, Haltung, Bewegung und Aufmerksamkeit, und das kann sechs verschiedene Formen annehmen. 1) Anspannen und Versteifen als Vorbereitung auf Kraft und Anstrengung 2) Anspannen und Verhärten im Zorn 3) Versteifen und Verengen in Angst 4) Zusammensinken und Erschlaffen in Niederlage und Resignation 5) Taubheit bestimmter Körperbereiche 6) allgemeiner Zustand der Dissoziation. Es können aber auch Elemente aus verschiedenen Bereichen kombiniert werden. Das Zusammenziehen des Körpers verringert die Leichtigkeit und Effektivität. Handeln in einem Zustand der Anspannung ist wie Autofahren mit angezogener Handbremse. Jede Art von Bewegung wird anstrengend, ineffizient und unbeholfen wenn der Atem und die Muskeln klein gemacht werden (ob angespannt oder schlaff) Darüber hinaus reduziert die Anspannung die Fähigkeit, flexibel zu denken, und beeinträchtigt die Fähigkeit, ruhig zu bleiben; und sie verringert die emotionale Sensibilität und das Einfühlungsvermögen.

Falls du Englisch kannst, kannst du das ausführlicher bei being-in-movement.com nachlesen. Es gibt auch einen ähnlichen Text zum Thema Trauma auf deutsch.

Du schreibst selbst, dass du dich fühlst und gefühlt hast, als wärst du nicht ganz da. Wie spürst du das in deinem Körper? Und wie fühlt sich Leichtigkeit in deinem Körper an? Du kannst zu einem Zustand der Leichtigkeit zurückfinden.

Aus der Erfahrung in der Beratungspraxis können wir sagen, dass die meisten unterschätzen, wie heftig es war, was sie in der Kindheit erlebt haben.

Nehmen wir an, du beobachtest ein anderes Kind, wie es das erlebt, was du damals erlebt hast. Was fühlst du? Fühlst du dann Mitgefühl? Es ist ein wichtiger Schritt, dass du Mitgefühl mit dir und deiner Geschichte entwickelst.

Schau mal, wie unsere Rückmeldung bei dir ankommt. Ich möchte dich auch darum bitten, nochmal unsere Antwort von damals zu lesen. Ich halte es weiterhin für sinnvoll, dass du dir therapeutische Unterstützung suchst, damit dein Leben wieder leichter wird.

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Frage Nr. 39614 von 29.03.2025

Guten Tag
Ich (m22) habe eine Frage. Und zwar faszinieren mich seit längerem die Penise vob Männern, wie auch das Sperma. Auch der aktive Teil vom BJ gefällt mir.
Ich bin aber zu 100% hetero, könnte mir nie vorstellen einen Mann zu küssen, geschweige den eine Beziehung mit einem einzugehen. Auch andere Körperregionen (abgesehen vom Penis) interessieren mich 0.
Nun ist meine Frage: Gibt es Heteros, welche einfach diese Vorliebe oder diesen "Festish" haben, oder bin ich automatisch BI wegen dieser Vorliebe?
LG

Unsere Antwort

Deine Faszination für Penisse, Sperma und orale Stimulation ist kein Hinweis für deine sexuelle Orientierung.

Du schreibst von sexuellen Vorlieben oder Fetisch. Das Wort Fetisch wird häufig fälschlicherweise benutzt, um sexuelle Vorlieben zu beschreiben. Es gibt aber Unterschiede. Wir meinen im sexualberaterischen Kontext mit Fetisch dass du bestimmte Bilder oder Vorstellungen brauchst, ohne die die sexuelle Erregung nicht mehr geht. Es geht also darum, zu beschreiben, dass sich die sexuelle Erregungsfunktion eingeengt hat auf eine bestimmte Sache. Wie ist das bei dir? Gibt es ausserdem noch andere Dinge, die dich sexuell erregen?

Deine Vorliebe bringt dir wahrscheinlich erregende Fantasien. Das kann ein Gewinn für deine Sexualität sein, wenn du sie akzeptierst. Lebst du deine Vorliebe aus? Viele probieren ihre erregenden Vorstellungen in echt aus – vor allem wenn durch die eigenen Wünsche weder man selbst oder jemand anderes geschädigt wird.

Häufig verwirklichen Menschen ihre Fantasien nicht – erst recht nicht, wenn sie nicht in das eigene Bild zu passen scheinen. Ich empfehle dir, offen zu bleiben wie du dich sexuell orientierst. Das kann sich über das ganze Leben hinweg verändern oder auch nicht. Dein sexuelles Verhalten ist unabhängig davon, mit wem du in einer Beziehung leben möchtest.

Du selbst hast ja auch einen Penis und Sperma. Wie stehst du zu deinem eigenen Körper, deinem Genital und deinen Körperflüssigkeiten? Es ist eine Fähigkeit, den eigenen Körper als sexuell attraktiv wahrzunehmen. Du könntest deine Fantasien also auch als Ausdruck davon einordnen, dass Männer, und somit auch du, sexuell attraktiv für andere sind.

Wie ist das bei dir mit dem Bzeug zu deinem eigenen Körper? Falls dich das noch mehr interessiert, lies bitte auch unseren Text Was hat mein Körperbild mit gutem Sex zu tun?

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Frage Nr. 39613 von 29.03.2025

Hallo
Ich bin weiblich und 24 Jahre alt. Ich hatte heute wieder eine Panikattacke, da ich sah, wie jemand seinen Abschluss gemacht hat. Dies löste bei mir Angst und Panik aus, vor meinem eigenen Abschluss.

Ich hatte zum ersten Mal eine Panikattacke, vor einer Prüfung im Gymnasium mit 18 Jahren. Ich habe damals an einem Wochenende vor der Prüfung eine Panikattacke gehabt. Ich habe anschliessend ein paar Monate später auch noch Mobbing erlebt. Dies hat die Symptome verstärkt, wodurch ich quasi eine durchgehende Panikattacke (vor allem aber vor Prüfungen) hatte. Ich bin dann in Therapie geganen.

Zunächst meinte die Therapeutin, ich müsste lernen mit der Mobbing Situation umzugehen. Anschliessend meinte sie einmal, als ich total erschöpft war und sagte sie spüre eine Erschöpfung im Raum. Ich hatte den Eindruck, dass dies etwas vorwurfsvoll war. Ich habe danach die Schule gewechselt, jedoch dauerten die Panikattacken an. Sie meinte, ich müsse mehr Freizeit haben und weniger hohe Erwartungen haben. Dies half nur bedingt, da ich in der Freizeit auch ständig mit meinen Ängsten beschäftigt war. Ich habe damals nicht wirklich das Gefühl gehabt, ernst genommen zu werden, weder von der Therapeutin, noch von meinem Umfeld. Ich hatte eher den Eindruck, Vorwürfe zu erhalten, wenn ich beispielsweise vor lauter Panik geweint habe. Mir wurde gesagt "Jetzt tu nicht so oder übertreib nicht, du hast ja noch genug Zeit die Prüfung vorzubereiten". Das einzige das mir etwas half, war die Selbsthilfegruppe und teilweise das Sorgentelefon. Ich hatte da mehr oder weniger das Gefühl verstanden zu werden, vor allem wurde mir zugehört.

Die Attacken hörten auf, als ich die Schule beendet habe. Sie waren jedoch in der Uni wieder da. Ich hatte dann eine andere Therapeutin, welche eine ADHS Diagnose stellte. Diese Diagnose konnte dann aber mit einer Abklärung wiedelegt werden. Da fokussierte sich die Therapie hauptsächlich auf mein ADHS. Ich hatte weniger Panik und mehr Ängste. Diese begleiten mir jedoch auch noch in der Uni. Ich bin teilweise etwas verzweifelt, da ich das Gefühl habe, ich sei ein Problem oder eine Last mit meinen Ängsten und Sorgen, welche andere als übertrieben bewerten. Ich fühle mich nicht wirklich gesehen,verstanden und allein.

Ich hatte den Einfall einmal eine Traumatherapie zu beginnen, da ich mich frage, ob mehr hinter den Ängsten steckt. Ich fühle mich teilweise auch verloren, da mir irgendwie niemand sagen kann was ich habe, da die Diagnosen nur ein Teil meines Leidens bedecken.

Ich denke mehr und mehr, dass es in Richtung Belastungen geht, da ich als Kind mit einer depressiven Mutter aufgewachsen bin, die ebenfalls von Ängsten betroffen ist(dies habe ich erst im Nachhinein herausgefunden). Ich habe zweimal Mobbing erlebt und denke als Kind vernachläsigt worden zu sein. Ich habe als Kind auch die Erwachsenen als wenig unterstützend erlebt und das Gefühl gehabt, immer bestraft zu werden. Ich hatte mit meinen Beziehungen Pech, da ich mir Männer gesucht habe, die sich teilweise tagelang nicht meldeten und nicht erreichbar waren. Ich habe auch bis heute starke Versagensängste, teilweise Momente an denen ich mich von der Vergangenheit beeinträchtigt fühle und mich frage, für was ich kämpfe. Ich fühle mich auch mit meiner Geschichte und meinem Leiden allein, da ich wenig Resonanz erhalte.

Was meinst du dazu? Könnte mir allenfalls eine Traumatherapie helfen?
Vielen Dank für deine Hilfe!

Unsere Antwort

Ja, so wie du schreibst, kann ich mir vorstellen, dass deine Probleme eine Folge von traumatischen Erlebnissen sein könnten.

Nimm dein Erleben ernst. Es kann gut sein, dass du die von dir beschriebenen Situationen als traumatisch erlebt hast. Und wenn du das Gefühl hast, dass dir eine Traumatherapie helfen könnte, kannst du deinem Gefühl vertrauen. Ich halte es für eine sehr gute Idee, dass du eine Traumatherapie machst. Du kannst dich zum Beispiel bei einer Beratungsstelle der Opferhilfe melden. Wenn du dort anrufst, kannst du erklären, dass du gerne eine Traumatherapie machen würdest und dir verschiedene Anlaufstellen empfehlen lassen.

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Frage Nr. 39612 von 28.03.2025

Hallo Lilli Team,
bin männlich und habe folgendes Anliegen. Die letzten Wochen habe ich wirklich oft Panik davor, dass durch ein Missgeschick ein Spermafleck von mir auf dem Teppichboden in meinem Zimmer gelangt sein könnte. Schon etliche Stunden habe ich mir Gedanken gemacht, ob da was ist oder nicht. Ich hatte Angst Krankheitskeime im Haus zu verbreiten und andere anzustecken, wenn ich mit meinen Füßen über einen unentdeckten, eingetrockneten Spermafleck gehen würde. Ist meine Panik berechtigt? Sollte ich vielleicht den Teppichboden meines Zimmers vorsichtshalber auswechseln, um niemanden krank zu machen? Danke für eine Antwort.

Unsere Antwort

Das einzige Problem, das es mit eingetrockneten Spermaflecken auf Teppichboden geben kann ist, dass sie die Optik stören. Das heisst, dass der Fleck sichtbar ist, zum Beispiel auf uni dunklem Teppichboden. Das scheint bei dir ja nicht der Fall zu sein. Eingetrocknete Spermaflecken auf Teppichen stecken niemanden mit etwas an. Selbst wenn der Spermafleck noch feucht wäre und du würdest rein treten, steckst du damit niemanden an und es steckt sich auch kein anderer mit etwas an, der in einen Spermafleck tritt.

Ich würde dir empfehlen dich eher mit dem Thema Angst zu beschäftigen. Gibt es noch andere Bereiche in denen du (übertriebene) Ängste hast? Und vielleicht solltest du in Erwägung ziehen eine Psychotherapie zu machen, da das Thema deinen Alltag ja zu beeinträchtigen scheint.

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Frage Nr. 39611 von 28.03.2025

Ich kann mich mit vielen Themen aus dem Buch Genderqeer von Maia Kobabe identifizieren. Ich möchte mir nichts in die vagina stecken, lese lieber erotische Literatur anstatt selbst Sex zu haben und ich hätte am liebsten keinen Busen.

Warum wurde das Buch Genderqueer so kritisch gesehen?

Unsere Antwort

Es freut mich, dass das Buch dir hilft, dich selbst besser kennenzulernen und zu verstehen. Viele Menschen finden das Buch toll und es hat auch einen Preis gewonnen. Kritisch gesehen wurde es im Grunde nur von sehr konservativen Gruppen, vor allem in den USA, die negative Ansichten über LGBTQ-Personen haben. LGBTQ-Feindlichkeit und Diskriminierung gibt es leider immer noch an vielen Stellen. Vielleicht interessiert dich dazu unser Text LGBTIQ-Feindlichkeit – Diskriminierung und Gewalt

Diese Antwort gilt auch für die Frage 39610.

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Frage Nr. 39609 von 27.03.2025

Hallo, ich bin männlich, 30 Jahre alt und habe 2 Fragen.
Ist es normal, dass sich meine sexuellen Fantasien nicht auf meine Partnerin beziehen? Meine Fantasien spielen sich mit anderen Frauen ab. Es war in meinem Leben noch nie anders. Ich habe kein Interesse fremdzugehen.

Die zweite Frage hat vielleicht auch damit zu tun, vielleicht aber auch nicht, ich weiß es nicht.
Ich finde viele Frauen attraktiv und „schaue ihnen nach“. Meine Freundin ist auch sehr attraktiv, aber manchmal habe ich das Gefühl, ich kann das gar nicht mehr so erkennen, weil wir ja schon zusammen sind. Manchmal überlege ich mir, wie es wäre, wenn ich sie als Fremde auf der Straße sehen würde und wie ich sie finden würde.

Teilweise fühlt sich das alles falsch an, ich hätte gerne mehr Augen für meine Freundin.
Was denkt ihr dazu?

Unsere Antwort

Ja, das ist normal. Sexuelle Fantasien dienen dazu, unsere sexuelle Erregung zu befeuern. Da liegt es nahe, dass das Fremde aufregender ist als das Vertraute. Sehr viele Menschen fantasieren von anderen Personen als von ihren Partner*innen.

Du kannst offensichtlich sehr gut zwischen Fantasie und Realität unterscheiden und hältst deine verbindliche Beziehung und eure Absprachen bezüglich Treue mit deiner Partnerin aufrecht.

Es ist in Ordnung andere Frauen attraktiv zu finden.

Ich bin neugierig darauf, weshalb sich das für dich falsch anfühlt. Hast du eine Idee, wieso sich das beides für dich falsch anfühlt? Glaubst du, es hat Aussagekraft über die Tiefe deiner Zuneigung ihr gegenüber?

Ich denke, du könntest dich sehr unglücklich damit machen, wenn du die Erwartung hast, dass du nie wieder andere Frauen sexuell attraktiv findest. Du könntest das Knistern mit anderen als Futter für die gemeinsame sexuelle Erregung nutzen.

Wie ist das denn konkret bei euch beiden? Wie macht ihr euch gegenseitig Lust auf sexuelle Begegnungen miteinander? Wie viel fremdes und neues hat bei euch Raum?

Es gibt Paare, die kommen prima miteinander aus. Aber im Bett läuft gar nichts mehr. Das kann daran liegen, dass sie sich so aufeinander eingespielt haben, dass sie einander überhaupt keine Überraschungen mehr bieten. Sie haben ihre Spielregeln miteinander, wissen, was dem Anderen gefällt, haben ihre tägliche Routine miteinander. Das fühlt sich zwar sehr wohlig und geborgen an, ist aber nicht unbedingt sexy. Hingegen ist der Kick des Geheimnisvollen, Neuen, Überraschenden, sehr erregend. Mehr dazu steht in unserem Text Kleine Freiheiten halten die Beziehung spannend.

Vielleicht möchtest du uns nochmal schreiben, was unsere Antwort in dir bewegt hat. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 39604 von 27.03.2025

Hallo Lilli
Bin m19 und habe manchmal das Gefühl, dass ich bei der Selbstbefriedigung zu sehr verkrampft bin und einfach nur meinen Penis reibe ohne mich zu bewegen. Ausserdem probiere ich gerne neue Dinge aus.
Daher habe schon einige Male die Beckenschaukel ausprobiert, so wie es in den Videos gezeigt wird. Meistens bei mir im Bett, da ich dort meine Ruhe habe. Dazu habe ich ein Kissen auf die Seite gelegt und eine weiche Sporthose angezogen und dann so lange mein Becken ins Kissen gedrückt, bis ich dann zum Orgasmus gekommen bin. War dabei auch wesentlich schöner und entspannter, als mit normaler SB. Allerdings ist in der Beschreibung unklar, ob man die Beckenschaukel nur als Übung verwenden soll oder ob man auch bis zum Orgasmus weitermachen kann/soll. Oder bekommt man davon krummen Penis oder andere Dinge? Habe es auch nackt probiert, mit einer alten Bettbezug auf dem Kissen. Fühlt sich anders an, da der Penis sich nun frei bewegen kann, allerdings fand ich beide Arten jeweils interessant.
Ausserdem würde ich irgendwie gerne ein besseres Verhältnis zu meinem Ejakulat bekommen, ich wische es jeweils immer direkt weg, da ich Geruch und Konsistenz nicht besonders ansprechend finde.
Ihr schreibt ja, dass man es in den Mund nehmen könnte.
Würde das gerne einmal probieren, allerdings wisch ich es danach meistens immer direkt weg, wenn ich auf meinen Bauch komme.
Kann ich mich damit vertrauter machen, indem ich das Sperma anschliessend in die Finger nehme und erstmal damit spiele? Und dann ein wenig von den Fingern ablecke? Meine Freunde hatten jeweils überhaupt kein Probleme damit, als wir zusammen masturbiert haben.

Unsere Antwort

Du bist auf einem guten Weg. Du hast angefangen, bei der Selbstbefriedigung mehr Bewegung einzubauen. Da hast du dir etwas Gutes einfallen lassen. Es ist super, was du schon machst. Du bist kreativ und hast gute Ideen.

Natürlich kannst du die Beckenschaukel auch beim Sex und bis zum Orgasmus einsetzen. Dafür eignet sich die Beckenschaukel sogar sehr gut. Statt den Penis während der Beckenschaukel gegen ein Kissen zu drücken, kannst du zwei Kissen nehmen und den Penis dazwischen drücken. Wichtig ist, dass du den Penis nicht zu fest gegen etwas drückst. Und noch besser ist es, wenn du die Hand nimmst, und den Penis mit der Beckenbewegung in die Hand bewegst. Lies dazu auch mal diesen Text.

Um dich besser mit deinem Sperma vertraut zu machen, ist es eine gute Idee, erstmal mit deinen Fingern anzufangen. Du kannst dir dabei Zeit lassen und dich langsam deinem Sperma annähern. Auch dabei hilft es, wenn du in Bewegung bist. Denn in einer angespannten Haltung kann es sein, dass du das Sperma eher mal eklig findest. In Bewegung bist du stattdessen lockerer und freundlicher gegenüber deinem Sperma.

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Frage Nr. 39603 von 26.03.2025

Hallo liebes Lili-Team,

Ich bin männlich und mittlerweile 20. Ich habe eine ergänzende Frage zu Frage 39364. Mittlerweile kann ich mit der Hand masturbieren, aber ich brauche pornos damit ich erregiere und das Masturbieren dauert sehr lange (so min. 60 min). Zwischendurch verlier ich bisschen die Erektion.
Ich denke mal, dass das keine gute Basis für ein gesundes Sexleben ist.

Warum ist das so und was kann ich dagegen tun? Wie merkt man, ob man gesund masturbiert?

Entschuldigung für die unangenehmen Fragen und liebe Grüße.

Unsere Antwort

Es gibt bei uns keine unangenehmen Fragen. Mit deinem Anliegen bist du hier genau richtig.

Gehe ich richtig in der Annahme, dass du häufig masturbierst und Pornos schaust? Also täglich oder sogar mehrmals täglich?

Die Schwierigkeit ist dabei, dass du beim Schauen der Pornos oft nicht bei deinem körperlichen Erleben bist. Sondern bei dem, was du gerade siehst. Oft reicht dabei auch nicht ein Video aus, sondern du hast viele Tabs gleichzeitig offen. Weil das häufig ist, vermute ich, dass das auch bei dir so ist, aber ich weiss es nicht. Bitte korrigiere mich, wenn ich da daneben liege.

Ich empfehle dir, beim Mastubieren immer wieder den Blick von den Pornos zu nehmen. Wenn du merkst, dass dann die Erektion weggeht, kannst du wieder zurück zu deinem Gewohnten.

Achte dann mal darauf, was du in diesem Moment in deinem Körper und in deinem Penis spürst.

Vielleicht merkst du, dass du viel Kraft, Reibung oder Geschwindigkeit für die Stimulation brauchst.

Damit deine Selbstbefreidigung eine gute Basis für dein Sexleben wird, empfehle ich dir folgenden Text: Selbstbefriedigung: Tipps für Männer und alle mit Penis Darin findest du auch Anregungen, was du machen kannst. Bleib neugierig darauf, was du sexuell dazulernen kannst.

Lass dir Zeit mit Veränderungen und betrachte es als ganz normal, wenn die Erektion mal zurück gehst. Das gehört dazu und du kannst dir schon jetzt eine entspannte Haltung dazu angewöhnen. Auch beim Sex zu zweit wird die Erektion nicht durchgehend prall sein.

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Frage Nr. 39601 von 26.03.2025

Guten Tag liebes Lilli Team
Ich bin 17 Jahre alt und weiblich. Ich mag das gefühl sehr, wenn ein Junge mein Sex an meinen Nippeln saugt oder generell mit meinen Brüssten spielt. Leider habe ich zur Zeit keine Beziehung und ich vermisse dieses Gefühl bei der Selbstbefriedigung sehr. Habt Ihr eine Idee wie ich das am bessten nachamen kann?
Meine Brüsste sind zu klein um selbst daran zu saugen. Das habe ich bereits probiert. Mehr ist mir aber nicht in den Sinn gekommen.
Ich freue mich auf eure Antwort.
Ganz liebe Grüsse

Unsere Antwort

Toll, dass du etwas gefunden hast, was dir so gut gefällt.

Manche Sachen kann man nur beim Sex zu zweit haben. Das Saugen an der Brust gehört zum Beispiel dazu. Mir würde da zum Imitieren nur der Einsatz einer Milchpumpe einfallen, aber ob sich das dann wirklich ähnlich toll anfühlt wie wenn ein Partner an deinen Nippeln saugt, müsstest du ausprobieren. Oder du schaust mal, ob sich ein saugendes Sextoy für die Nippel eignet.

Ich möchte dich aber allgemein dazu einladen, deiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Du kannst ganz vieles ausprobieren an deinen Brüsten und Nippeln. Sei es mit Eiswürfeln, Federn, Igelbällen, deinen Fingern und Händen... Durch Ausprobiern und wiederholen können Dinge auch immer spannender werden. Denn wir lernen sexuell ein Leben lang dazu.

Wenn du grundsätzlich wieder den Wunsch nach einer Beziehung hast, könntest du ausserdem mal schauen, ob es da draussen nette Jungs gibt, auf die du Lust hast.

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Frage Nr. 39600 von 26.03.2025

Hallo liebes Lilli Team,
Ich w.17J hate lange Zeit eine Körbchengrösse A. Seit Jahren sind meine Brüsste nicht mehr gewachsen. Letzte Woche wahren sie fast von einem Tag auf den anderen wetwas gewachsen. Nun ist es ein schön ausgefülltes A körbchen. Kann es sein das die linke Brust etwas grösser ist als die rechte? Und nun wenn ich sie berühre/knete fühlen sie sich an wie ein Mozarella in der Packung. Ist das normal

Unsere Antwort

Ja, das ist alles normal. Falls du noch mehr zu den Veränderungen der Brüste in der Pubertät wissen möchtest, empfehle ich dir unsere Texte Wie entwickeln sich die Brüste in der Pubertät? und Wie ist die weibliche Brust aufgebaut?

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Frage Nr. 39599 von 26.03.2025

Gibt es eine sex Website wo man ein Ai Charakter bewegen kann und sagen kann was es machen soll aber kostenlos ?

Unsere Antwort

Die Suche überlasse ich dir selbst, aber pass auf folgende Sachen auf:

  • Daten über deine sexuellen Vorlieben sind besonders sensible Daten. Wenn sie in die falschen Hände geraten, können sie missbraucht werden. Passe also auf, was du im Internet eingibst.
  • Insbesondere bei kostenlosen Websites solltest du dir genau anschauen, wie deine Daten verwendet werden. Seriöse Anbieter schaffen Transparenz darüber, wie sie deine Daten verwenden und an wen Informationen ggf. weitergegeben werden. Das betreiben einer solchen Website kostet Geld und das AI Modell auch. Auf irgendeine Weise müssen die Betreiber der Website dieses Geld beschaffen, wenn sie kein Geld verlangen, bezahlst du womöglich mit deinen Daten. Überleg dir, ob du das möchtest.
  • Achte darauf, dass du die Kontrolle über deine Daten behältst und die Möglichkeit hast, deine Daten vollständig löschen zu lassen.

 

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Frage Nr. 39598 von 25.03.2025

Ich denke manchmal noch an meinen Exfreund zurück, obwohl ich in einer glücklichen Beziehung bin und stelle mir vor, wie ich mein Freund verlasse oder wie mein Leben wäre, wenn ich noch mit ihm zusammen wäre. Ist das normal?

Unsere Antwort

Ja, das ist normal. Du warst ja tatsächlich mit deinem Ex-Freund zusammen. Daran hast du Erinnerungen, die dir jetzt manchmal wieder einfallen. Und dann fragst du dich, was er heute wohl macht und wie dein Leben verlaufen wäre, du mit ihm zusammen wärst. Das ist wirklich ganz normal. Es ist sogar wichtig, dass du dir Vorstellungen machen kannst. Der Gedanke ‚Was wäre, wenn ….‘ kann dazu führen, dass du besonders froh bist, dass das Leben genauso verlaufen ist, wie es ist. Er kann dazu führen, dass du dir Änderungen wünschst und sie ausmalst. Oder du denkst: ‚Mit dem Ex-Freund war dies oder jenes besonders cool. Vielleicht kann ich das auch mit dem neuen Partner machen’. Oder: ‚Diese oder jene Sache möchte ich nicht noch mal erleben. Darum passe ich jetzt auf.’ Es gibt also sehr viele Gründe, warum du in deinen Erinnerungen herumspazierst und dir überlegst, für welche Wege du dich in deinem Leben entschieden hast.

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Frage Nr. 39597 von 25.03.2025

Liebes Lilli-Team,

meine Entzugsblutung ist bis jetzt nur sehr schwach und daher mach ich mir Sorgen, dass ich schwanger sein könnte. Ich nehme die Pille Yasmin und ich wüsste keine Situation in der ich einen Einnahmefehler gemacht hätte. Ich nehme sie immer um ca. 22-0 Uhr ein. Durchfall hatte ich auch nicht. Zurzeit habe ich nur Sodbrennen und stoße auf, aber dann schluck ich das auch herunter, sodass nichts aus meinem Mund kommt.
Wir nutzen Kondome. gerissen ist auch keins. Wir wechseln die nach Stellungsänderung und benutzen kondomverträgliches Gleitgel. Ich bestehe auch darauf, dass er vor dem Überziehen Lusttropfen abwischt.
Bis jetzt ist er zudem nie gekommen.

Eigentlich denke ich, dass ich mir keine Sorgen machen brauche, aber das hat mich jetzt sehr verunsichert. Die Blutung ist leicht, aber sehr schleimig (so wie ich es kenne). Es kann auch sein, dass die noch stärker wird (1. Einnahmetag ist freitags). Rein rational denke ich, dass eine Schwangerschaft ausgeschlossen ist, zum anderen stelle ich mich selbst on Frage, ob ich wirklich sicher verhütet habe. Aber viel mehr kann ich ja nicht machen oder? Ich glaub, manchmal waren die Blutungen auch schwach und sie werden mit der Zeit schwächer. Aber das beunruhigt mich grad ein bisschen.

Unsere Antwort

Mach dir keine Sorgen. Ihr habt alles richtig gemacht und du kannst nicht schwanger sein. 

Die Stärke der Entzugsblutung kann unterschiedlich sein. Es ist normal, dass die Blutung in einem Monat etwas stärker und in einem anderen Monat ein bisschen schwächer ist. Auch der Tag, an dem die Blutung nach Beginn der Pillenpause einsetzt, kann etwas unterschiedlich sein. Lass dich von einem veränderten Blutungsmuster nicht beunruhigen. Lies dazu auch diesen Text.

Wenn du trotzdem öfter grosse Angst vor einer Schwangerschaft hast, empfehle ich dir, diesen Text zu lesen. Dort erfährst du, wie du mit dieser Angst umgehen und sie überwinden kannst.

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Frage Nr. 39596 von 25.03.2025

Hi Lilli-Team
Mir (29/m) geht es nicht besonders gut. Ich habe in der Schweiz viele Probleme, z.B. bin ich schon zum vierten Mal arbeitslos und ich habe ständig Stress mit meiner Familie, weil ich noch bei meiner Mutter wohne. Ich bin dann kurzerhand einfach ins Ausland abgehauen, um für mehrere Monate Englisch zu lernen. Am Anfang fand ich das grossartig, ich habe sogar überlegt, mir hier einen Job zu suchen, damit ich nie mehr in die Schweiz zurückkehren muss und zu meiner Familie einfach den Kontakt abbrechen kann, aber inzwischen hat sich eine gewisse Ernüchterung eingestellt und ich habe auch so etwas wie "Heimweh", auch wenn ich nicht genau weiss, warum eigentlich. Weil mein Leben in der Schweiz empfinde ich als bedrückend.
Mir ist in den letzten Wochen einfach bewusst geworden, wie enorm schwierig meine Lebenssituation ist. Ich habe ein chronisches Schmerzsyndrom, also das heisst ich habe immer brennende, drückende Schmerzen an zwei bestimmten körperstellen, mal besser, mal schlimmer. Und ich hatte auch schon sehr viele Untersuchungen, Operationen und Behandlungen. Die längste Behandlung war 6 Wochen am Stück im Spital. Ich habe auch eine Psychotherapie gemacht, um besser mit den Schmerzen klarzukommen. Trotzdem wird es nie wirklich besser, ich fühle mich völlig exhausted. Das ist auch der Hauptgrund, weshalb ich es bis jetzt noch nie geschafft habe, länger als 6 Monate im selben Praktikum/Job zu bleiben. Auch beim Englischlernen ist das ganze einfach ein Problem, an gewissen Tagen - wie z.B. heute - bleibe ich einfach in meinem Zimmer in der Unterkunft im Bett liegen, meine Kräfte reichen für nichts mehr, ich mag nicht mal mehr etwas essen gehen und bin völlig deprimiert. Manchmal bin ich auch einfach still am weinen. Am Wochenende bin ich häufig sehr lange am ausschlafen, bis 12 Uhr mittags. Die anderen machen dagegen Ausflüge und so. Ich hab auch das Gefühl, dass ich an Gewicht abgenommen habe und ich bin ohnehinn eher dünn. Es liegt wohl auch daran, dass ich nicht wirklich gut kochen kann und viel minderwertiges Essen konsumiere, z.B. Mikrowellen-Food. Es ist auch mal passiert, dass ich in der Sprachschule während dem Unterricht eingenickt bin. Das macht mich alles sehr traurig, weil die Lehrer sind ziemlich nett und geben sich Mühe. Dann sagen sie, es sei wichtig, dass man mit Freunden zuhause regelmässig telefoniert und so. Aber ich habe eigentlich keine Freunde in der Schweiz, die Zeit zum telefonieren haben. Und es dauert bei meinen Kollegen häufig schon mal 1-2 Wochen bis sie mir zurückschreiben. Die anderen telefonieren ständig mit ihren Leuten zuhause und ich telefoniere mit überhaupt niemandem. Ich habe versucht, meine Mutter anzurufen, aber sie hat sich geweigert, das Telefon abzunehmen. Wir hatten einen heftigen Streit und jetzt hat sie mich blockiert. Sie möchte mich eigentlich schon länger zuhause rauswerfen... weil sie hat immer wieder Affären mit Typen und ich bin da eher ein Störfaktor. Und meinen Vater habe ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen, weil er mit einer jüngeren Frau durchgebrannt ist. Seitdem interessiert er sich leider nicht mehr gross für mich.
Ich selber bin genau das Gegenteil von meinen Eltern, ich hatte noch nie eine richtige Beziehung. Ich habe auch herausgefunden, dass ich schwul bin, oder zumindest bisexuell. Wenn ich einen besonders schönen jungen Mann sehe, bekomme ich sofort Schmetterlinge im Bauch. Aber in meiner Familie wird das nicht wirklich respektiert, es gibt auch immer wieder mal homophobe Sprüche. Meine Eltern verstehen mich nicht. Und ich verstehe meine Eltern nicht mit ihren regelmässigen Affären, Seitensprüngen und Scheidungen.
Es dauert zwar noch ziemlich lange, aber ich habe angst vor der rückkehr in die schweiz. Am liebsten würde ich dort in eine andere Stadt ziehen und mein altes Leben einfach vergessen. Aber ich weiss ganz genau, dass das so einfach nicht funktionieren wird. Ich sehe ja jetzt, wie es ist wenn ich komplett auf mich allein gestellt bin. Das alles macht mir grosse Sorgen.
Habt ihr irgendeinen Tipp für mich, was ich tun kann, damit ich mich wieder mehr aufs Englisch lernen konzentrieren kann? Ich habe 2 englische bücher gekauft und ich würde sie gerne lesen, aber mir fehlt völlig die Kraft dazu.

Unsere Antwort

Du beschreibst eine wirklich schwierige Situation. Wir möchten dir darum gleich zu Beginn unserer Antwort empfehlen, dich wieder in eine Psychotherapie zu begeben. Dort solltest du die verschiedenen Belastungsbereiche erstmal ordnen, damit du sie kennen- und unterscheiden lernst. Wenn du dich in dir selbst besser auskennst, kannst du eigene Strategien erarbeiten, um dein Befinden zu beeinflussen.

Dir hast wichtige Sachen bereits erkannt: eine Flucht ins Ausland ist keine nachhaltige Lösung und schwierige Beziehungen schützen nicht vor Heimweh. Ist es nicht eigenartig? Du fühlst ‚Schmetterlinge in deinem Bauch‘, die dir deine sexuelle Orientierung zeigen. Und sofort denkst du: Meine Familie wird Homo- oder Bisexualität niemals respektierten. Meinst du nicht, dass du deine ganze Kraft brauchst, um deine sexuelle Orientierung zu akzeptieren und Wege für dein sexuelles Leben zu suchen? Das gleiche gilt für deine Schmerzen. Sie brauchen deine Zuwendung und dein Verständnis, damit du dich nicht dauernd völlig erschöpft fühlst. Du möchtest deine Kraft ja für Selbstfürsorge einsetzen, damit du dich wohler fühlst. In all diesen Bereichen könnte dir Psychotherapie helfen. Wenn dir deine Familie nicht genügend viel Verständnis und Fürsorge entgegenbringt, brauchst du Vertrauensbeziehungen ausserhalb der Familie.

Du bist auf dich allein gestellt und brauchst darum eine Unterstützung bei der Entwicklung deiner Eigenständigkeit. Du selbst kannst dies tun, wenn du deine Wahrnehmung auf die Verbesserung deines aktuellen Befindens richtest. Du kannst gut beschreiben, was nicht geht. Achte mal drauf, was geht. Lies zwei Sätze aus deinen neuen Büchern und mach dann eine Pause. Kanntest du alle Wörter? Gab es in den Sätzen etwas Interessantes? Wie geht die Geschichte wohl weiter? Wieviel konntest du dir merken? Wenn du genug geruht hast, liest du weiter. Denk immer wieder an das Gelesene und nicht, wie wenig du lesen kannst oder was sonst alles nicht geht. Mach es dir möglich, deine Gedanken immer wieder zu fokussieren: auf das Lesen, auf das Kochen, auf deine Entwicklung, auf deine Selbstermunterung etc.. Nicht meckern, wenn du nicht so viel leistest, wie du denkst, du müsstest. Deine Vorstellung schätzt deine Leistungsfähigkeit wohl nicht realistisch ein. Eigenständigkeit heisst auch, sich selbst wertzuschätzen - auch wenn die eigene Familie das nicht kann.

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Frage Nr. 39595 von 25.03.2025

Hallo liebes lilli Team,ich habe da ein kleines Problemchen und zwar nehme ich jetzt ungefähr ein dreiviertel Jahr Fluoxetin (Antidepressiva SSRI),da ich chronische Depression habe. Seitdem ich die Tabletten nehme geht es mir psychisch definitiv besser,das Problem ist aber das meine Libido geringer wurde, ebenso wie das der Orgasmus sich kaum noch intensiv anfühlt. Leider komme ich deshalb auch viel zu schnell,was mich schon ziemlich stört.
Meine Frage nun was ich dagegen machen kann,ob es vielleicht eine pflanzliche Alternative gibt die dagegen wirkt.

Vielen Dank im voraus.

Unsere Antwort

Zunächst freut es mich, zu hören, dass sich die Symptome deiner Depression durch das Medikament verbessert haben. Grundsätzlich hilft dir die Einstellung; "Dieses Medikament ist gut für mich und macht, dass es mir besser geht. Davon wird auf die Dauer auch mein sexuelles Erleben profitieren".

Viele Ärzt*innen fragen nicht von sich aus nach deiner Sexualität. Darum: Bitte sprich mögliche Nebenwirkungen von dir aus an, auch wenn du nicht gefragt wirst. Du leistest damit einen wichtigen Beitrag für deine sexuelle Gesundheit. Du solltest mit der Fachperson besprechen, ob deine sexuellen Probleme begonnen haben, als du mit dem Medikament begonnen hast. Ihr könnt miteinander besprechen, ob das eine mögliche Nebenwirkung des Medikamentes ist. Und natürlich solltet ihr besprechen, was ihr tun könnt, um das Problem zu verbessern oder ganz zu lösen. Vielleicht kannst du auf ein anderes Medikament umstellen, oder zusätzlich Wellbutrin nehmen.

Bitte setze auf keinen Fall auf eigene Faust das Antidepressivum ab. Schau mal, was das Gespräch mit deinem Arzt ergibt. Du kannst in jedem Fall auch selbst etwas für deine Sexualität tun.

Wir empfehlen dir folgende Haltung: Deine Sexualität ist immer noch da. Sie ist jetzt anders. Du spürst anders, du erlebst die sexuelle Erregung anders, du brauchst länger oder mehr Stimulation, die Lust ist nicht so intensiv. Aber deine Sexualität ist immer noch da. Verzweifle nicht daran, dass es nicht mehr so ist wie vorher. Du bist immer noch ein sexueller Mensch. Aber du erlebst deine Sexualität jetzt vielleicht auf Sparflamme. Da ist es wichtig, sich über jedes kleine Gefühl und jedes kleine Fünkchen zu freuen. Statt dem nachzutrauern, was nicht mehr ist, kannst du etwas neues aufbauen.

Wir empfehlen dir daher, dass du nicht einfach wartest, bis du das Medikament allenfalls nicht mehr nehmen musst. Wir empfehlen dir, dass du dich auf eine Entdeckungsreise machst. Nimm dir Zeit zum Erforschen, Ausprobieren und Üben. Jeder Mensch kann durch Übung lernen, eine bessere, befriedigende Sexualität zu haben – egal wie alt du bist, oder welche Grenzen dir dein Körper setzt.

Viele Übungen findest du in unserem Text Was tun bei sexuellen Problemen durch Medikamente?

Nun zu deinen konkreten Anliegen: Du schreibst, du hast eine geringere Libido. Was heisst das genau? Hast du seltener spontan Lust auf Sex? Geht es um den Sex allein oder zu zweit oder um beides? Wäre es denkbar, dass du dir feste Zeiten für Sexualität einplanst? Womöglich brauchst du mehr Stimulation als sonst, wie könntest du das machen?

Auf welche Weise kommst du zum Orgasmus? Also was passiert in den letzten 30 Sekunden vor dem Höhepunkt? Hast du bereits Ideen, wie du für Intensität sorgen könntest?

Du schreibst, dass du "deshalb" viel zu schnell kommst. Wo siehst du da genau den Zusammenhang? Und was bedeutet das genau in Minuten?

Wie war es bevor du das Medikament genommen hast? Häufig ist es so, dass es auch vor der Einnahme von Antidepressiva schon kleinere Schwierigkeiten in der Sexualität gibt, die sich dann verstärken. Deshalb profitiert die Sexualität insgesamt davon, gestärkt zu werden. Wie ist das bei dir?

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Frage Nr. 39594 von 24.03.2025

Ist es schlimm wenn ich einen steifen bekommen habe wenn ich meine Mutter nackt geshen habe?

Unsere Antwort

Eine Erektion zu bekommen, ist ein rein körperlicher Vorgang. Denn sexuelle Erregung beginnt mit einem Reflex, den du nicht willentlich auslösen kannst. Dieser Reflex kann auch ausgelöst werden, obwohl du eigentlich keine sexuellen Handlungen beabsichtigst. Zum Beispiel, wenn du etwas spürst, siehst, hörst oder fühlst. Das heisst, auch wenn du deine Mutter nackt siehst, kann sexuelle Erregung ausgelöst werden. Das muss aber überhaupt nicht heissen, dass du Sex haben möchtest. Deine Wünsche und Bedürfnisse haben nichts mit der rein körperlichen sexuellen Erregung zu tun. In diesem Text kannst du mehr über sexuelle Erregung lesen. 

Falls dir das noch einmal passiert, ist es sinnvoll, gelassen zu bleiben. Sieh die sexuelle Erregung als ein Zeichen dafür, dass du ein normal funktionierender sexueller Mensch bist. Wenn du deine Aufmerksamkeit anderen Dingen zuwendest, geht so eine Erektion schnell wieder weg. Lies dazu auch diesen Text.

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Frage Nr. 39593 von 24.03.2025

Hallo!
Wie spreche ich in einer Psychotherapie Kritik gegenüber dem Therapeuten an? Ich (w, 30) bin, seit Längerem, in einer Traumatherapie und habe das Gefühl das mich mein Therapeut zu sehr in Watte packt, aus Angst ich würde mich suizidieren. Wir brauchten lange um eine therapeutische Beziehung aufzubauen, da ich generell sehr misstrauisch gegenüber Menschen bin. Und anfänglich war es auch gut und hilfreich, dass er so vorsichtig ist. Zwischenzeitlich ging es mir schlechter und ich sprach in einer Sitzung über Suizid, ich hatte das Gefühl er war damit überfordert.
Aktuell bin ich in einer guten und stabilen Phase und würde mir wünschen, dass er mich in den Sitzungen mehr herausfordert und wir einen Schritt weiter gehen (Traumaexpo). Aber eher fühlt es sich so an, als würde er mit angezogener Handbremse therapieren. LG!

Unsere Antwort

Da du eine Traumatherapie machst, ist ja klar, dass du die belastenden Erinnerungen an deine traumatisierenden Erfahrungen bearbeiten möchtest. Dazu gehört zunächst eine Stabilisierungsphase. Als Patientin brauchst du Vertrauen in deinen Therapeuten, damit du dich sicher fühlst. Und du brauchst auch genügend wirksame Strategien für den Umgang mit Krisen. Jetzt fühlst du dich stabil und gewappnet genug, um den nächsten Schritt (Exposition) in ins Auge zu fassen. Am besten sprichst du deine Wünsche offen an. Es geht dabei ja nicht um Kritik an ihm, sondern um eine Abstimmung im Arbeitsprozess. Es kann doch sein, dass dein Therapeut noch nicht verstanden hat, dass dein Lebenswille inzwischen stabiler geworden ist. Vielleicht haben ihn deine Suizidgedanken sehr beeindruckt. Vielleicht gehört eine lange Stabilisierungsphase zu seinem Konzept. Da es sich um deine persönliche Therapie handelt, solltest du deinen Prozess mit ihm besprechen. Nur wenn ihr miteinander austauscht, kannst du verstehen, warum er so lange stabilisiert. Er hört sicher gern von dir, dass du dich stabil genug für den nächsten Schritt fühlst.

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Frage Nr. 39592 von 24.03.2025

Zuerst ;Freundin verhütet mit Spirale(seit 3 Jahren).Mein Freund und ich sind seit 3 Monaten vasektomiert.Erste Kontrolle für uns positiv ;Null Sperma.Zweite Kontrolle in einem Monat.Unsere Kollegen im Verein haben nach einem Jahr eine dritte Kontrolle machen lassen.Ihre Meinung bitte,ist nach zwei null Sperma Tests doch alles o.k.Haben Zeit , Spirale verhütet laut Gynäkologin mindestens 5 Jahre.

Unsere Antwort

Heutzutage wird oft empfohlen, das Ejakulat nach 6 Wochen zu untersuchen und dann nochmal eine zweite Probe nach 3-4 Monaten abzugeben.

Wenn dein Arzt die Untersuchung nach 3 Monaten durchgeführt hat, ist das auch richtig. Er ist eine Fachperson und du kannst dich auf seine Empfehlung verlassen.

Wichtig ist es, zwei Tests im Abstand von wenigen Wochen zu machen. Wenn ihr dann zwei negative Proben habt, könnt ihr sicher auf andere Verhütungsmassnahmen verzichten.

Mehr zum Thema Vasektomie findest du in diesem Text.

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