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Fragen & Antworten:
Neuste Antworten

Frage Nr. 39500 von 08.03.2025

Kann man sich ein viertes mal gegen HPV impfen lassen?
Wäre das schädlich?

Unsere Antwort

Das wäre nicht sinnvoll. Der Schutz wird nicht besser von einer vierten Impfung.

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Frage Nr. 39499 von 08.03.2025

Hallo ich bin 19 jahre alt. Ich hatte gestern ein Date, das einen unangenehmen Verlauf für mich hatte. Wir sind uns sehr nahe gekommen und haben uns geküsst. Dabei merkte ich schon, dass ich eine starke Erektion bekomme. Sie ist sehr hübsch und erregt mich sehr. Während des Küssens hatte ich dann ganz plötzlich einen Samenerguss in meiner Hose. Das war mir sehr peinlich. Zum Glück hat sie nichts gemerkt. Ich hatte dann aber den Rest des Abends Sperma in der Hose. Wir treffen uns bald wieder. Ich habe Angst dass mir das wieder passiert.

Warum bekomme ich vom Küssen einen Samenerguss? Was kann ich tun?

Unsere Antwort

Es ist ganz normal, das sowas passieren kann. Die Empfindungen beim Küssen, die Berührungen der beiden Körper und zusätzlich die emotionale Spannung, also das Neue und Aufregende, führen oft zu einer starken Erregung und auch zum Samenerguss. Vielen Männern geht es so, wenn es zum ersten körperlichen Kontakt kommt. 

Das muss dir auch nicht peinlich sein. Du darfst es (sofern du es möchtest) auch offen ansprechen. Viele Frauen freuen sich zu hören, dass sie eine solche Aufregung beim Mann auslösen und dass der Moment schöne Gefühle hervorgebracht hat.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass dir sowas nochmal passiert. Mit der Zeit normalisiert sich das jedoch in der Regel.

Ich finde übrigens nicht, dass dein Date einen unangenehmen Verlauf hatte. Im Gegenteil. Es kam zu Küssen und einer starken Erregung. Und das beim ersten Date. Hört sich für mich so an, als könnte es ein zweites Date geben.

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Frage Nr. 39498 von 07.03.2025

Ich hab meine Frage gesucht und finde sie leider nicht mehr weil ich dazu nochmal eine Nachfrage hatte auf die Antwort. Beim
Scrollen nach unten gehts irgendwann nicht mehr weiter. Glaube nur bis 1 Monate zurück kann man scrollen. Wie find ich denn meine Frage

Unsere Antwort

Wenn du dich an die Nummer deiner Frage erinnerst, kannst du diese in das Suchfeld eingeben, um deine Frage zu finden. Falls du die Nummer deiner Frage nicht mehr weisst, kannst du im Suchfeld auch nach Stichwörtern suchen, die du in deiner Frage verwendet hast. 

Frage Nr. 39497 von 07.03.2025

Ich habe die letzten Tage beobachtet, dass mein Ausfluss gelblich war. Davor war er 1.2 Tage leicht bräunlich. Normalerweise bedeutet dies für mich, dass ich bald die Periode bekomme. Ich habe sie aber nicht bekommen. Weshalb ist das so?

Unsere Antwort

Es kann vorkommen, dass die Menstruation unregelmässig kommt. Und einmalige Absonderlichkeiten sind kein Grund zur Beunruhigung. Lies dazu auch diesen Text. Erst, wenn dies über mehrere Menstruationszyklen der Fall ist, solltest du das von einer Ärztin abklären lassen.

Oder hattest du Geschlechtsverkehr? Falls die Möglichkeit besteht, dass du schwanger sein könntest, mach bitte einen Schwangerschaftstest.

Wenn der Ausfluss unangenehm fischig riecht und du vermehrten Ausfluss hast, dann sind das mögliche Anzeichen für eine Infektion (z.B. eine Gardnerella-Infektion). Umso mehr wenn du auch Juckreiz oder Brennen am Geschlecht empfindest (das muss aber nicht unbedingt sein). Auch dann solltest du zur Frauenärztin gehen und das abklären lassen.

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Frage Nr. 39496 von 06.03.2025

Ich bin 30 Jahre alt und weiblich. Immer wenn ich kurz vor dem Orgasmus bin passiert nichts mehr. Also ich habe die anzeichen wie es ist kurz davor und dann hört es einfach auf. Zudem habe ich vermehrt nach dem Geschlechtsverkehr starke Bauchschmerzen.

Unsere Antwort

Um dir weiterzuhelfen, brauche ich mehr Informationen.

Bei welchen sexuellen Handlungen tritt das auf? Beim Geschlechtsverkehr? Bei der Selbstbefriedigung? Beim Fingern? Bei Oralsex?

Wenn du sagst, es passiert nichts mehr. Was meinst du damit genau? Was erwartest du, was sollte passieren? Hast du jemals schon einen Orgasmus gehabt bei einer sexuellen Handlung? Wie hat sich das angefühlt?

Was tust du körperlich, um einen Orgasmus zu erreichen? Wie machst du das bei der Selbstbefriedigung und wie machst du das beim Sex zu zweit? Schau dazu bitte auch in unseren Text Wie kann ich mich sexuell erregen?

Bauchschmerzen können verschiedene Gründe haben. Wo sind die Bauchschmerzen? Im Magen? Im Unterbauch? Stösst der Penis gegen deine Eierstöcke oder deine Gebärmutter?

Einige Frauen haben nach dem Sex Bauchschmerzen und Blähungen. Sie fragen sich warum. Hier kann es eine Rolle spielen, wenn die Frau sich beim Sex sehr stark anspannt. Denn in starker Anspannung funktioniert die Verdauung nicht so gut. Das ist einerseits so, weil der Körper im Stress ist. Denn dann macht sich der Körper bereit zu kämpfen oder zu fliehen. Da steht die Verdauung nicht im Vordergrund. Und andererseits drücken die angespannten Bauchmuskeln die Verdauungsorgane zusammen. Sie können sich dann nicht so bewegen, wie es für eine gute Verdauung notwendig wäre. Es hilft deiner Verdauung, wenn du dich locker bewegst.

Schreib uns einfach wieder und gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 39495 von 06.03.2025

Ich habe eine zusätzliche Frage zu der Frage Nr. 39481 . Ich möchte mich zunächst für eure Antwort bedanken! Ist es auch möglich, dass ich mir das einbilde? Wie kann ich da sicher sein? Ich habe teilweise auch Erinnerungen ohne ein Gefühl. Was bedeutet das?
Danke für eure Hilfe!

Unsere Antwort

Natürlich kann es sein, dass du dich ungenau erinnerst. Das ist normal. Wir würden da aber nicht von Einbildung sprechen. Kein Mensch kann sich an jede einzelne Lebenssituation erinnern. Oft vermischen sich erinnerte Situationen. Deine Erinnerung, dass du ohne Wanderschuhe auf einen Ausflug geschickt wurdest, wird weder von deiner Mutter geteilt, noch hat die Aufsichtsperson damals reagiert. Es kann also sein, dass es eine andere Situation gab, in der du keine Schuhe hattest. Oder es haben sich andere Erlebnisse, in denen dir etwas fehlte, mit der Wanderschuh-Erinnerung gemischt. Bei vielen Erinnerungen gibt es Lücken, mit denen wir leben müssen. So eine Lücke kann auch das fehlende Gefühl sein. Manche Erinnerungen bilden sich im Gedächtnis nur schemenhaft ab. Manchmal weckt ein Geruch oder ein Geschmack eine Erinnerung.

Für dein aktuelles Leben ist es nicht wichtig, dass du dich an alles ganz genau erinnerst. Wichtig ist, dass du dich um Befindlichkeiten und Gefühle kümmerst, unter denen du leidest oder die dich einschränken.

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Frage Nr. 39493 von 05.03.2025

Ich habe festgestellt, dass ich am morgen früher aufwache. Da ich wiederkehrende Depressionen habe, hatte ich Angst das dies ein Anzeichen sein kann. Es fühlt sich aber gut an, früher aufzuwachen, da ich mich nicht wie früher aus dem Bett kämpfen muss. Kann es auch ein gutes Zeichen sein?

Unsere Antwort

Ja, das kann auch was Gutes sein. Wenn du dich beim Aufwachen gut und erholt fühlst und auch sonst keine depressiven Symptome hast, dann ist das kein Grund zur Sorge. Vertrau da auf dich und die Zeichen, die dein Körper dir gibt. 

Vielleicht hat es ja auch was mit dem Jahreszeitenwechsel zu tun: Viele Menschen wachen im Frühling und Sommer früher auf, weil es ja auch schon früher hell ist. Es ist auch normal, in diesen Jahreszeiten mehr Energie zu haben als im Winter.

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Frage Nr. 39492 von 04.03.2025

Vielen Dank für euer Verständnis und Mitgefühl! Ich beziehe mich auf die Frage/Antwort Nr. 39479.

Ich bin beruhigt zu hören, dass es normal ist. Ich habe eine Traumatherapie in Betracht gezogen. Ich habe bereits eine Therapie gemacht, jedoch dachte man damals ich hätte ADHS und hat sich nur auf meine Ängste fokusiert. Über das Mobbing wurde teilweise schon auch gesprochen, aber sowohl die Erinnerung als auch die Ängste sind nicht weggegangen, weshalb ich an eine Traumatherapie gedacht habe. Auch die ADHS Diagnose hat sich als Fehldiagnose herausgestellt.Was meist du dazu?

Ich hätte noch eine offene Frage: Ich habe teilweise auch Angst oder den Gedanken, dass mir jemand schaden möchte oder mir etwas Böses will, teilweise auch unbekannte Personen oder mächtige Personen. Diese Ängste/Gedanken lösen wiederrum Angst aus. Teilweise habe ich dann auch Angst in eine Psychose abzurutschen und die Realität nicht mehr überprüfen zu können. Hängt dies mit der Mobbing Erfahrung zusammen? Sind diese Ängste auch normal?
Danke für euere Hilfe!

Unsere Antwort

Schön, dass dir die Antwort weitergeholfen hat!

Ich denke, dass du diese Idee und Kategorisierung, "was ist normal, was ist nicht normal," sein lassen solltest. Es ist verständlich aus dem Blickwinkel von früher.

Vielleicht hast du damals gedacht, wenn ich nur genauso wäre wie die anderen, dann würden sie mich nicht mobben. Aber es wird dir jetzt im Grunde nicht weiterhelfen. Du solltest dir überlegen, wie du leben möchtest und was dich im Moment daran hindert, so zu leben und dich dann darauf konzentrieren diese "Hindernisse" (also zum Beispiel deine Ängste) anzugehen.

Ich gebe dir noch ein Beispiel, warum es nichts bringt, deine Aufmerksamkeit darauf zu richten, was normal ist. Angenommen du würdest in einer Bank arbeiten. Dann würden die meisten Leute (vielleicht inklusive dir) denken: das ist normal, das ist ein normaler Job. Dir geht es aber trotzdem schlecht, weil du nicht in der Bank arbeiten möchtest. Du kündigst. Vielleicht würden jetzt manche Leute denken, das ist doch nicht normal. Aber dir geht es besser, weil du dich um dein Wohlbefinden kümmerst und dich ernst nimmst. Das spielt sich alles jenseits von dem Spielfeld "normal-nicht normal" ab.

Deshalb: Nimm dich bitte ernst und schaue, wie du leben möchtest. Ich denke, dass einer deiner grössten Wünsche ist, nicht mehr so eingesperrt zu sein von deinen Ängsten, stimmt's? Ich finde es gut, dass du eine weitere Therapie machen möchtest. Und ja, du kannst schauen, ob eine Traumatherapie dir besser hilft.

Die Erinnerungen werden normalerweise auch nach einer Therapie nicht verschwinden, aber sie werden neutral oder neutraler. Die Erinnerungen sind zwar nicht schön, aber das wirklich belastende daran sind die starken Gefühle. Sie sind die mit diesen Erinnerungen verknüpft und werden jedes Mal reaktiviert, wenn du daran denkst oder die Erinnerungen hochkommen.

Das Ziel einer Therapie sollte sein, dass man die Erinnerungen (Bilder) abknüpft von den starken Gefühlen und lernt, damit umzugehen, so dass das Leben wieder freier und unbeschwerter wird.

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Frage Nr. 39489 von 03.03.2025

Hallo Lilli,

ich habe die Frage 39464 mitgelesen. Ich benutze seit Jahren die NFP-Methode mit cyclo-Test my sense. Ich dachte immer, an den unfruchtbaren Tagen könne ich normal Sex mit Ejakulation haben. Die App zeigt diese als grüne Tage an, ansonsten sind sie rot.
Aber eure Antwort klingt so, als ob NFP sehr unsicher ist und an den mittels NFP bestimmten unfruchtbaren Tagen keine Ejakulation in der Vagina stattfinden sollte. Ich bitte euch um Aufklärung!

Vielen Dank!

Unsere Antwort

Du beziehst dich auf die Antwort der Frage 39464. Dort schreiben wir, dass Geschlechtsverkehr ohne Ejakulation in der Vagina generell keine sichere Verhütungsform ist, also wenn das die einzige Verhütungsmethode ist während des ganzen Zyklus der Frau. Du hast Recht, dass unsere Antwort da zunächst missverständlich formuliert war. Das haben wir nun korrigiert.

Die symptothermale Methode ist eine sicherere Verhütungsmethode, indem mittels Temperatur- und Cervixschleimbeobachtung mittels eines Apps die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage bestimmt werden und je nach Zyklusphase zusätzliche Barrieremethoden wie ein Kondom verwendet werden oder in der fruchtbaren Phase auf Geschlechtsverkehr verzichtet wird. Der Pearl-Index ist für die symptothermale Methode zwischen 0.4-2, das heisst von 100 Frauen, die diese Verhütungsmethode 1 Jahr lang anwenden, werden 0.4 bis 2 Frauen schwanger. Es wird noch unterschieden zwischen Methodensicherheit und Anwendungssicherheit. Methodensicherheit heisst, wie sicher die Methode ist, wenn sie immer korrekt angewendet wird. Eine korrekte Anwendung der symptothermalen Methode heisst, dass an jedem Tag vor dem Aufstehen in etwa um die gleiche Zeit die Körpertemperatur gemessen wird und der Cervixschleim beobachtet wird und die App berechnet, ob es ein grüner = sicherer Tag ist oder ein roter = unsicherer bzw. fruchtbarer Tag. An den grünen/sicheren Tagen kann Geschlechtsverkehr mit Ejakulation ohne zusätzliche Barrieremethoden stattfinden. An den roten/fruchtbaren Tagen sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden oder man kann Geschlechtsverkehr mit korrekter Anwendung eines Kondoms haben. Unter diesen idealen Bedingungen beträgt der Pearl Index der symptothermalen Methode 0.4, und ist somit fast so sicher wie die Pille.

Die Anwendungssicherheit misst, wie sicher die Methode gemäss Studien im wirklichen Leben ist, das heisst mit Fehlern bei der Anwendung, die eben auch immer wieder mal auftreten können. Die durchschnittliche Anwendungssicherheit der symptothermalen Methode beträgt zirka 1.8-2 und ist somit grundsätzlich etwas weniger sicher als die hormonellen Verhütungsmethoden.

Bei sehr korrekter Anwendung ist sie allerdings eine gute und recht sichere Alternative zu den hormonellen Verhütungsmethoden.

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Frage Nr. 39488 von 03.03.2025

Hallo ich bin männlich und 18 jahre alt. Hab jetzt meine erste freundin mit der ich jetzt mein erstes mal hatte. Wir haben jetzt oft Sex. Entweder bei ihr oder bei mir. Das Ding ist ,dass sie sehr laut ist beim Sex und auch ich stöhne sehr laut, wenn ich zum Samenerguss komme. Ich will aber nich, dass ihre oder meine Eltern uns hören wenn wir Sex haben. Was kann ich da tun? Und: ich komme oft sehr schnell. Einmal bin ich in sie eingedrungen und sofort gekommen. Ich hatte Glück, dass sie nicht schwanger geworden ist. Was kann ich machen um länger durchzuhalten?

Unsere Antwort

Euer "Problem" ist eigentlich positiv: Wenn jemand durch lautes Stöhnen zeigen kann, dass ihm*ihr der Sex gefällt, ist das etwas Schönes. Die Stimme einzubeziehen verstärkt das Erlebnis. Es gibt Menschen, die versuchen genau das zu lernen.

Dennoch ist die Scham über Stöhngeräusche beim Sex weit verbreitet. Ihr seid damit also nicht allein. Und es ist absolut nachvollziehbar, dass ihr nicht wollt, dass eure Eltern euch hören beim Sex. In eurer Situation hättet ihr folgende Möglichkeiten, dies zu verhindern: Ihr macht Musik an währenddessen, oder ihr plant euren Sex ein wenig nach den Abwesenheiten der Eltern. Also zum Beispiel dort übernachten, wo die Eltern einen Abend, oder eine Nacht lang weg sind. Oder dann, wenn die Eltern beschäftigt sind mit Kochen, Haushalten oder so. Eine andere Alternative wäre, Sex zu haben an anderen Orten als zu Hause: zum Beispiel im Freien, im Auto. Dabei müsst ihr jedoch darauf achten, dass ihr niemanden stört und wegen öffentlichem Ärgernis eine Anzeige erhält. In der Schweiz ist Sex draussen nicht explizit verboten, also quasi erlaubt und geduldet. Aber nur, solange es niemanden stört.

Bei deiner zweiten Frage würde ich gerne auf zwei Punkte separat eingehen: die Verhütung und das zu schnelle Kommen. Wie verhütet ihr? Aus deinen Frage interpretiere ich es so, dass ihr "Coitus Interruptus" macht, was sehr unsicher ist. In diesem Text werden die Vor- und Nachteile aller Verhütungsmethoden aufgelistet. Das Problem beim vorzeitigen Herausziehen des Penis ist, dass die Lusttropfen schon vor der Ejakulation Spermien enthalten können. Was Lusttropfen sind, wird hier gut erklärt. Ich rate euch dringend, eine sicherere Verhütungsmethode zu wählen.

Nun zum zweiten Punkt: Du möchtest "länger durchhalten", also deine Ejakulation länger hinauszögern können. Der Orgasmus ist ein Reflex. Das heisst: Sobald du eine gewisse Erregungsschwelle überschritten hast, kannst du den kommenden Orgasmus nicht mehr stoppen. Du kannst jedoch lernen, wie nah du dieser Erregungsschwelle kommen möchtest, um dann schliesslich den Orgasmus als Reflex geschehen zu lassen. Alles über den männlichen Orgasmus wird in diesem Text gut erklärt. Wie schnell du kommst, hat oft mit Körperspannung und/oder psychischem Stress zu tun. Beides hängt miteinander zusammen, deshalb kann man das nicht ganz voneinander trennen. Viele Lösungsansätze im Internet geben Tipps, die zwar kurzfristig helfen, aber den Genuss negativ beeinflussen. Wenn du geniessen willst und steuern, spielst du am besten mit deiner Muskelspannung. In diesem Text wird das alles umfangreich erklärt.

Falls du mehr über den Einfluss der Muskelspannung beim Sex lernen möchtest, empfehle ich dir diesen Text. Falls du genauer verstehen möchtest, was der Beckenboden mit der Ejakulation zu tun hat, empfehle ich dir diesen Text. Was du also tun kannst, um wieder mehr Kontrolle zu erlangen: Konzentriere dich mehr auf die Körperwahrnehmung. Je mehr du in der Lage bist, Nuancen in deiner Erregung und in deinem Penis wahrzunehmen, desto besser wirst du die Ejakulation steuern können. Dies braucht natürlich Übung. In der Selbstbefriedigung kannst du deine Wahrnehmung trainieren. Dieser Text gibt dir wichtige Infos dazu.

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Frage Nr. 39487 von 03.03.2025

Ich möchte eine Mastektomie machen. Eo bekomme ich eine als Frau.

Unsere Antwort

Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Grundsätzlich muss für eine Mastektomie – wenn sie von der Krankenversicherung bezahlt werden soll – ein medizinischer Grund vorliegen. Dieser Grund kann zum Beispiel Brustkrebs sein oder der Leidensdruck aufgrund einer Transidentität. Diese medizinische Notwendigkeit wird auch Indikation genannt und sie muss von einer Ärztin oder Psychotherapeutin diagnostiziert werden. Wenn es keine medizinische Notwendigkeit für die Mastektomie gibt, dann muss sie selbst gezahlt werden. In einem solchen Fall müsste man vermutlich eine Praxis für plastische Chirurgie finden, die das macht.

Wieso möchtest du denn eine Mastektomie? Vielleicht willst du uns dazu ja noch einmal schreiben. Gib in diesem Fall bitte diese Fragenummer mit an. Vielleicht findest du auch diesen Text hilfreich: Was, wenn ich keine Brüste haben will?

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Frage Nr. 39483 von 03.03.2025

Liebes Lilli-Team,
ich w(22) bin auf die Frage Nr. 38769 gestoßen und finde mich darin wieder.

Ich wünsche mir auch, dass ein Mann schon erst gar nicht Fantasien hat, die erniedrigend oder auf andere Weise negativ für Frauen sind. Denn der Gedanke daran macht mir Angst. Auch wenn es nicht in Interaktion mit einer Partnerin passiert. Könnte ich jemand mögen, der sich daran erfreut? An sich sind alle Fantasien im Kopf ja in Ordnung, aber diese gezielt im Internet aufzusuchen und echte Menschen dabei sehen wollen… und dann manche in die Realität mitnehmen. So wie es die Fragestellerin beschrieben hat: Wie kann ich damit umgehen, dass mir Fantasien die wahrscheinlich durch Pornos entstanden sind, starke Angst machen?

Sex in Pornos drücken oft keine Liebe aus, sondern Dominanz und emotionale Distanz. Sex ist mehr ein Benutzen, Sex wird mehr an einer Person ausgeführt. Es werden falsche Bedingungen aufgezeigt und Grenzen werden immer mehr ausgeweitet, es muss immer krasser werden… Die Pornoindustrie macht mir teilweise sehr starke Angst- und Ekelgefühle. Es ist etwas total normales für ziemlich jeden Mann.

Ihr habt die Fragestellerin in einem Absatz gefragt, was sie damit meint, dass Pornographie Intimität verhindert. Eure möglichen Ideen sind genau das, was mir Angst und Traurigkeit über unsere (Männer)Welt macht (Natürlich ist nicht jeder Mann so): Herkunft der Fantasie und diese selbst. Ich stelle mir das so vor, dass Fantasien aus Pornos entspringen. Sie werden von dem Konsumenten übernommen und vielleicht auch immer mehr ausgebaut. Damit finde ich einfach Pornos scheußlich und habe dann auch vor der Fantasie selbst Angst. Ich muss daran denken, dass die Fantasie durch diese Industrie geformt wurde und nicht im Menschen alleine entstanden ist und dieser das nicht reflektiert. Ein Mann behandelt eine Frau beispielsweise in echt absolut respektvoll, aber an Sachen, die er nicht in echt machen würde, erregt er sich trotzdem, wo echte Frauen dies aber im Porno machen, es nicht nur etwas im Kopf ist. Das ist die Doppelmoral zwischen Frauen (Freundin, fremde Frau als Objekt) zu unterscheiden.

Ist das nicht ein Problem, wenn wie beim Beispiel der Ejakulation, eine Fantasie durch Pornos Verbreitung findet. Es wird normalisiert (Pornos, Inhalte), nicht hinterfragt, erregt die Männer… Ich kriege einfach Ekel vor Männern, wenn ich mir vorstelle, wie diese vor diesen Pornoseiten am Bildschirm sitzen, wo die Menschen, vor allem Frauen, so dargestellt werden.

Wie geht man mit der Angst über die oben genannten Sachen für sich alleine um und wie in einer Partnerschaft, wenn der Freund durch Pornos beeinflusst wurde und er sich daran (Fantasien die ich abstoßend finde oder Fantasien die für Frauen erniedrigend sind) „erfreut“? Wie kann man das für sich auch kognitiv verarbeiten? Meine einzige Idee dabei ist, dass der Mann diese für eine Fantasie hält, die er in echt nicht möchte (aber dann im Internet aufsuchen…). Andere Fantasien will er in echt möglicherweise dafür schon übernehmen, welche mir Angst (plus Herkunft) machen und dann Angst/Ekel vor ihm entsteht.

Ich würde einfach gerne einen Umgang damit finden, dass ich Männer daten kann, auch wenn diese Pornos konsumiert haben. Und dass ich jetzt nicht immer Panik bekomme, wenn ich an das Thema denke oder Geschichten über Männern höre/ lese. Ich finde es so schrecklich, dass fast alle Männer sich Pornos mit bestimmten Praktiken "reinziehen".
Danke!

Unsere Antwort

Erstmal freut es uns, dass dich das Lesen einer anderen Antwort dazu angeregt hat, deine Frage ebenfalls zu stellen. Unser Angebot ist so ausgerichtet, dass die Fragen anderer Mut machen sollen, sich mit den eigenen Themen Unterstützung zu suchen. Es freut uns jedes Mal, wenn das gelingt.

Du sprichst vielschichtige Themen an, deshalb fällt meine Antwort etwas länger aus. Vorweg möchte ich sagen, dass ich dich und deine Geschichte nicht kenne. Hast du schlechte Erfahrungen gemacht mit Männern, die Pornos geschaut haben? Falls ja, wie konntest du dich in der Situation für dich einsetzen? Es würde mir helfen, wenn ich deine Angst etwas besser in deine Lebensgeschichte einordnen könnte.

Nun zu der Frage 38769, auf die du dich beziehst: In der Frage hat die Frau eine Vermutung aufgestellt. Und zwar schreibt sie folgendes: «mein Freund wünscht sich, dass er auf mir kommen darf. Ich verstehe den Wunsch nicht oder was daran erregend ist. Finde es erniedrigend. (…) Ich lehne den Wunsch auch ab, weil ich mir unsicher bin, ob dies eine Fantasie ist, die einzig der Pornographie entspringt.
Ich habe leider die Erfahrungen gemacht, dass Pornographie Sexualität und Intimität verhinderte und lehne es ab, dass man sich nicht eher füreinander als für eine bestimmte Praktik interessiert.»

Wir haben darauf geantwortet, dass sexuelle Fantasien durch das, was wir in Pornos sehen, beeinflusst werden können. Und wir schreiben auch, dass die Ejakulation auf Körperteile von Frauen ein Bild ist, welches durch die Pornoindustrie mehr Verbreitung gefunden hat. Das hat primär nichts mit Erniedrigung zu tun, sondern mit der Tatsache, dass man das Ejakulat dann im Film sieht. Man würde es nicht sehen, wenn es in der Vagina oder im Anus oder im Mund landen würde. 

Ob ein Mensch auf Erniedrigung beim Sex steht, hängt mit etwas ganz anderem zusammen: Wie er seinen Körper in der sexuellen Erregung einsetzt. Es ist ein riesen Unterschied, ob ich in einer hohen Anspannung bin, oder ob ich eher locker-bewegt bin. In der hohen Anspannung kommen eher harte Fantasien auf, und auch solche, in denen Menschen nicht so nett miteinander umgehen. In so einer hohen Spannung haben Liebesgefühle und Nähe wenig Platz. Da kommen eher Bilder davon auf, andere zu dominieren/demütigen, oder dominiert/gedemütigt zu werden. In einem eher locker bewegten Körper hingegen entstehen bei sexueller Erregung eher Liebesfantasien. Ich bitte dich, dazu zwei Texte zu lesen: diesen Text über hohe Anspannung in sexueller Erregung, und diesen Text über sexuelle Fantasien

Es gibt eine kanadische Befragung (Joyal C., Cossette A., Lapierre, V. (2015) What Exactly Is an Unusual Sexual Fantasy? The Journal of Sexual Medicine, 12, 328–340), in der rauskam, dass 20% der Befragten Fantasien haben, in denen sie sich unterwerfen, bei Männern waren es 5%. Dominanzfantasien waren bei Männern und Frauen etwa gleich häufig (4%). Das ist ein wichtiges Ergebnis: Dominiert oder gedemütigt zu werden ist etwas, das Menschen in der Fantasie sexuell erregen kann. In dieser Studie erwähnte übrigens keiner der Befragten, dass er es speziell erregend fand, ins Gesicht der Frau zu ejakulieren (was nicht heisst, dass das niemand so fand, es erwähnte einfach niemand).

Je nachdem, was ich körperlich mache beim Solosex, erregen mich auch eher die einen Pornos oder die anderen Pornos. Du schreibst «Sex in Pornos drücken oft keine Liebe aus, sondern Dominanz und emotionale Distanz». Die Pornoindustrie reagiert auch auf das, was gesucht wird – und produziert es. Und viele Menschen sind beim Sex in hoher Spannung und suchen in Pornos Bilder, die sie in diesem Körperzustand erregen, oder die sie schon als sexuelle Fantasien haben. 

Aber es gibt natürlich auch andere Pornos. Es gibt ein sehr weites Feld aus Pornos. Denn es gibt unglaublich viele verschiedene Erregungsquellen. Nicht nur Männer schauen Pornos, sondern auch Frauen. Auch Frauen, die in der sexuellen Erregung gern dominieren. Oder gedemütigt werden.

Wichtig ist daher, dass du Pornos nicht zu viel Verantwortung gibst. Ich finde es besser, du gibst die Verantwortung der sexuellen Lerngeschichte einer Person: Viele von uns lernen sexuelle Erregung in hoher Muskelspannung. Und zwar bevor sie Pornos entdecken. Viele von uns finden Dinge erregend, die wir sonst im Beziehungsleben nicht gut finden. Entweder wir behalten sie in unserer Fantasie – das ist übrigens bei den meisten Fantasien der Fall: Man will sie gar nicht in Realität umsetzen. Oder man entwickelt miteinander Rollenspiele, wo man in sexuellen Begegnungen in Rollen schlüpft und auf eine Art und Weise miteinander umgeht, von der man sich im richtigen Leben distanziert.

Es gibt Pornos, die Intimität darstellen, es gibt Pornos, in denen emotionale Nähe eine Rolle spielt. Es wäre möglicherweise hilfreich, wenn du mal gezielt nach solchen Pornos suchst.

Ich interessiere mich ausserdem dafür, deine Angst etwas mehr zu beleuchten. Wie stellst du dir das konkret vor, wenn du mit einem Mann eine Beziehung startest, und ihr euch sexuell begegnet und er zuvor Pornos geschaut hat und das vielleicht regelmässig tut. Was passiert dann ganz konkret? Wie wird er sich verhalten? Was wird er sagen? Und was machst du dann damit? Wenn ich deine Beschreibung lese, möchte ich dich darin bestärken, dich selbst aktiv in die gemeinsame Sexualität einzubringen. Du bestimmst auf Augenhöhe genauso mit, was ihr sexuell miteinander tut. Er kann nach allem fragen, aber du kannst zu allem nein sagen. Und du kannst stattdessen etwas anderes vorschlagen, was dir mehr zusagt.

Deine Angst ist groß. Daher vermute ich, du traust dir etwas nicht zu. Nämlich, so sehr mitzugestalten, dass beim Sex die Dinge passieren, die dir gefallen. Wie ist das?

Für diese Art von sexueller Selbstsicherheit ist es sehr hilfreich, dich nicht aus Angst klein zu machen. Denn in dem Moment, wo du dich klein machst, glaubst du schon, wehrlos zu sein. Das bist du nicht. Du kannst viel besser für dich eintreten, wenn du in einem lockeren Zustand bist. Wenn du dich spürst und tief atmest. Und das kannst du üben. Nehmen wir an, du verfolgst das Ziel, Männer zu daten, die Pornos schauen. Und du möchtest dich in ihrer Gegenwart sicher fühlen. Dann könntest du das Gefühl innerer Stärke und Sicherheit üben, indem du es immer wieder wiederholst. Selbstsicherheit bedeutet Aufrichtung. Du bist so gross, wie du bist. Es bedeutet, dass deine Füsse fest mit dem Boden verankert sind. Es bedeutet, dass du um dich herum mindestens eine Armlänge Raum spürst, der dir gehört. Es bedeutet, dass du tun wirst, was notwendig ist, um für deine Sicherheit zu sorgen. Schau mal, ob das deine Neugier weckt. Dich könnten auch die Körperübungen zur Selbststärkung und Selbstbehauptung aus Paul Lindens Buch "Das Lächeln der Freiheit" interessieren. Eine Leseprobe findest du hier.

Das war jetzt einiges auf einmal. Schau mal, wie das alles bei dir landet. Falls bei dir weitere Fragen auftauchen, meld dich einfach wieder. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

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Frage Nr. 39480 von 02.03.2025

Ich habe eine ergänzende Frage zu der Frage Nr. 39460. Ich habe die Anspannung während dem Skifahren nicht wirklich gespürt. Ich war eher genervt, dass ich es nicht besser konnte, da alle in meinem Umfeld es besser können und ich nicht so viel Erfahrung habe. Es hat mich an meine belastende Kindheit zurück erinnert. Kann das sein?

Unsere Antwort

Ja, das kann sein. Vielleicht möchtest du diesen Gefühlen und Gedanken mit diesem Text genauer auf den Grund gehen. 

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Frage Nr. 39479 von 02.03.2025

Ich habe Mobbing erlebt und das Gefühl gehabt nicht genügend Unterstützung zu erhalten. Die Lehrer und Schulleitung sagte mir immer, dass die Klasse eine soziale Klasse sei. Dies löste in mir das Gefühl aus, dass ich das Problem sei.

Heute, merke ich wenn ich mit Reizen von damals, z.B. einer Person die damals dabei war, erstarre und mich erschrecke. Wenn ich Bilder von damals anschaue kommen Gefühle hoch, wie Belastung, Verzweiflung, Hoffnungslosikeit, Amgst und Wut. Es tauchen dann auch Bilder/Erinnerungen auf. Ich merke auch wie mein Körper sich anspannt und ein Strudel ausgelöst wird.Ist das normal? Ist es normal, dass man dann einen Groll gegen diese Personen hat? Ich male mir teilweise Fantasien aus, wie ich sie quälen würde, allein, ohne die Gruppe, da sie mich nur in der Gruppe angegriffen haben und alleine in Ruhe gelassen haben.

Heute, habe ich auch mit sozialen Ängsten zu kämpfen und Angst aus Scham und aus Angst vor Verurteilung und erneuter Ablehnung Menschen davon zu erzählen. Teilweise habe ich in gewissen Situationen auch Panik. Was ist das?

Unsere Antwort

Alles was du empfindest und denkst ist normal, da es dich damals stark getroffen hat.

Die Frage ist aber, soll dein Erleben auch so bleiben? Denn auch wenn deine Reaktionen und Gedanken normal sind, schränkt dich das ja ziemlich im Alltag ein, so wie du es selber beschreibst. Wenn du etwas an deinen Gefühlen und Gedanken verändern möchtest, würde ich dir empfehlen, eine Therapie zu machen. Es ist immer gut, wenn eine Fachperson einen begleitet, wenn man sich aus diesem Strudel lösen möchte. Alleine, ohne Unterstützung eine*r Therapeut*in, ist es sehr schwer und manchmal auch fast nicht möglich, da wieder raus zu kommen. Wenn du dich daran wagst, kannst du viel an Lebensqualität gewinnen und dich freier fühlen.

Ich drücke dir die Daumen, dass du eine für dich passende psychologische Fachperson findest.

Solltest du weitere Fragen haben, kannst du dich gerne nochmal unter Angabe der Fragennummer melden.

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Frage Nr. 39477 von 01.03.2025

Ist es normal 48 - 24 Stunden vor der periode eine starke Libido zu haben und sich öfter selbstzubefriedigen? Manchmal habe ich aber auch 24- 48 Stunden vor der periode starke Kopfschmerzen. Warum ist es so unterschiedlich?

Unsere Antwort

Die Tage vor der Menstruation sind für viele Frauen besondere Tage, in welchen sich die Frau anders fühlt als sonst. Das können psychische oder körperliche Veränderungen unterschiedlichster Art sein, so wie du es beschreibst.

Von dem her ja, es kann völlig normal sein, wenn du in dieser Zeit plötzlich eine starke sexuelle Lust verspürst, oder eben Kopfschmerzen oder andere Symptome.

Ich empfehle den Frauen, sich in diesen Tagen gut auf sich selbst und ihre Bedürfnisse zu besinnen und das äussere Leben entsprechend daran anzupassen. Oft sind Rückzug und Selbstfürsorge wichtig in dieser Phase des Zyklus. Vertrau deinem Körper und folge ihm.

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Frage Nr. 39476 von 01.03.2025

Guten Tag liebes Lilli-Team
Ich (w,31) habe euch bereits vor ca. 10 Jahren geschrieben zum Thema sexueller Übergriff. Dieser geschah im Ausland (Zentralasien) und wurde von meinem Gastvater begangen. Nun hat mich eine Kollegin letztes Jahr gefragt, ob ich mit ihr nach Zentralasien reisen würde. Ohne an den Übergriff zu denken, fühlte ich bereits ein gewisses Unbehagen gegenüber dieser Idee. Trotzdem habe ich zugesagt.

Jetzt in der Planung wurde mir vom Reisebüro geraten als Frauen möglichst nicht alleine unterwegs zu sein und geführte Touren in die Berge etc. zu buchen. Erst mit diesem Hinweis wurde mir das Ereignis vor zehn Jahren wieder bewusst und beschäftigt mich. Meine Kollegin hat auch vorgeschlagen meine damalige Gastfamilie zu besuchen. Nun überlege mich mir eine gute Ausrede dies nicht unbedingt tun zu müssen, aber mir fällt nichts passendes ein. Ich bin mir auch nicht mehr sicher, ob ich überhaupt nochmals dorthin reisen möchte. Auf der anderen Seite ist der Planungsprozess bereits fortgeschritten und ich würde mich sehr schlecht fühlen das Ganze wieder abzusagen und die Länder sind spannend und sehr schön.

Zudem war der Übergriff wohl nur eine sexuelle Belästigung und eigentlich ist auch nicht viel passiert ist, trotzdem beschäftigt es mich. Hier eine kurze Zusammenfassung, was passiert ist: Mein Gastvater hat mich an intimen Stellen berührt (ich war bekleidet), dabei gestöhnt, seinen Körper an meinen gedrückt und mich geküsst. Er hat dann von mir abgelassen, als sein Bruder hinzu gekommen ist. Wir waren irgendwo draussen, ziemlich weit weg von der Zivilisation, die beiden wollten mir etwas zeigen. Passiert ist es als der Bruder des Gastvaters kurz austreten musste. Ich hatte mich kaum gewehrt, stand einfach wie angewurzelt da und hoffte, dass es schnell vorbei geht, was ja glücklicherweise so geschah.

Was würden Sie mir raten? Reise absagen oder mich konfrontieren auch mit der Gastfamilie? Der Kollegin erzählen, was passiert ist, kann ich nicht, ich schäme mich zu fest dafür, dass es mich 10 Jahre später immer noch beschäftigt.

Unsere Antwort

Ich finde es verständlich, dass dich der sexuelle Übergriff auch 10 Jahre nach dem Ereignis noch beschäftigt. Das, was dein Gastvater getan hat, war nicht in Ordnung. Er hat deine Grenzen massiv überschritten.

Du schreibst nun davon, wie schwer es dir fällt, deine Bedürfnisse und Grenzen deiner Kollegin gegenüber zu äussern für eure Reiseplanung. Meine Vermutung ist, dass beides zusammenhängt. Und ich vermute, dass es dir hilft, genauer zu spüren, was du da eigentlich körperlich tust. Denn das hilft dir, dich in Zukunft besser zu schützen.

Wir können uns dann gut schützen, wenn wir uns gross und weit fühlen. Das heisst: Du spürst deinen Körper gut in seiner vollständigen Grösse. Die Füsse sind fest verankert auf dem Boden. Die Aufmerksamkeit breitet sich in alle 6 Richtungen aus: nach oben und unten, rechts und links, vorne und hinten. Die Atmung ist tief. Der Bauch ist locker.

Mithilfe von Körperübungen kannst du diesen Zustand herstellen. Klopfe zum Beispiel auf eine schöne Musik deinen ganzen Körper für 3-5 Minuten ab, um ihn gut zu spüren. Schicke deine Aufmerksamkeit etwa 20 Zentimeter über deinen Körper hinaus in alle 6 Richtungen jeweils für 3 Atemzüge. Also so, als würdest du dich in diese Richtungen ein Stück ausdehnen. Lass deine Atmung bis tief in den Bauch fallen.

Und wenn du in diesem Zustand der Ausdehnung bist, denk nochmal an eure Reiseplanung und überlege, wie du gut für dich sorgen kannst. Womit würde es dir gut gehen? Was wäre dir zu viel? Womöglich fällt dir im Kontrast auf, wo du eng und klein gewesen bist beim Gedanken an die Reise nach Zentralasien.

Du kannst uns gerne wieder schreiben und uns mitteilen, wie das für dich war. Gib dann bitte die Nummer dieser Frage an.

Du schreibst von grosser Scham darüber, dass du dich nicht gewehrt hast. Hast du im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt schon den Satz gehört "Die Scham muss die Seite wechseln"? Der Satz stammt aus den Gerichtsprozessen von Gisèle Pelicot gegen ihre Vergewaltiger. Es geht darum, dass es an der Zeit ist, dass sich Täter sexualisierter Gewalt schämen. Dabei geht es darum gesellschaftlich anders auf sexuelle Übergriffe zu blicken und die Scham bei den Menschen zu verorten, die Unrecht tun: die Täter. Du hast keine Schuld an dem, was dir passiert ist. Mehr dazu steht in unserem Text Gewalt: Schuld und Verantwortung.

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Frage Nr. 39475 von 01.03.2025

Wie kann man sich „schön“ kleiden? Einen eigenen Style finden? Ich laufe oft herum und fühle mich schäbig gekleidet. Aber ich finde es schwierig gerade auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und begrenztem Budget. Habt ihr Ideen? (W, 26)

Unsere Antwort

Deinen eigenen Stil findest du vor allem durchs Ausprobieren. In welchen Kleidungsstücken fühlst du dich wohl? Attraktiv? Selbstsicher? Schön? Achte etwa mal darauf, ob deine Kleidung beeinflusst, wie du dich bewegst oder wie du dich in deinem Körper fühlst. Experimentiere mit verschiedenen Farben und Schnitten. Das geht ja auch im Laden – ohne, dass du gleich was kaufen musst.

Als Inspiration kannst du auch mal anderen Frauen genauer ansehen und beobachten, was dir an ihrem Style gefällt oder nicht gefällt. Mach dir vielleicht eine kleine Liste mit Farben, Mustern oder Kleidungsstücken, die du schön findest. Auch social media kann natürlich hilfreich sein, um Inspiration zu finden. Aber sei auch vorsichtig damit, denn dort wird viel gezeigt, was unecht, unrealistisch oder sehr verschwenderisch ist. Und das möchtest du ja offenbar nicht, denn du erwähnst selbst Nachhaltigkeit. Ich finde es klasse, dass du das mitdenkst! Eine tolle Möglichkeit, um nachhaltiger und für weniger Geld Kleidung auszuprobieren, sind Second Hand Läden. Es gibt mittlerweile sogar einige Online-Shops und Websites, bei denen du gebrauchte Kleidung kaufen kannst, falls es sowas vor Ort bei dir nicht gibt. Eine komplett kostenlose Möglichkeit sind sogenannte Kleidertauschpartys. Schau doch mal, ob es sowas bei dir gibt. Oder organisier selbst eine mit deinen Freundinnen.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Sich „schön“ zu kleiden oder generell „schön“ zu sein, ist keine Pflicht! Vielleicht hast du gar keine Lust, allzu viel Geld und Zeit darin zu investieren. Auch das ist völlig in Ordnung! Am Ende soll deine Kleidung dir dienen und nicht andersherum – das heißt, du musst dich in ihr wohlfühlen und sie muss funktional sein für die Aktivitäten, die du gern tust.

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Frage Nr. 39474 von 01.03.2025

Selbstbefriedigung kein gefühl beim sex

Unsere Antwort

Ich bin mir nicht ganz sicher, was deine Frage ist.

Möglicherweise findest du in einem dieser Texte eine Antwort:

Ansonsten schreibe uns einfach wieder und beschreibe etwas genauer, was du wissen möchtest.

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Frage Nr. 39473 von 01.03.2025

Hallo
Ich (weiblich) habe beim Sex manchmal das Gefühl, dass ich vaginal zu einem Orgasmus komme, nur fühlt sich das anders an als beim klitoralen Orgasmus, den ich bis jetzt nur mit der Hand hatte.

Der vaginale Orgasmus fühlt sich nicht so stark und schön an wie der klitorale. Es ist eher einfach sehr angenehm. Zudem ist ab dann der Sex nicht mehr gleich angenehm. Nun wollte ich fragen, ob es da wirklich um den vaginalen Orgasmus geht oder wie ich das erkenne?
Vielen Dank!

Unsere Antwort

Du hast beobachtet, dass du in der Lage bist unterschiedliche Arten von Orgasmen herbeizuführen und zu erleben. Je nachdem, ob die Stimulation aussen an deiner Vulva oder innen in der Vagina passiert, erlebst du etwas anderes. Das ist normal.

Kann es sein, dass du den klitoralen Orgasmus schon deutlich besser kennst und viel häufiger herbeigeführt hast als den vaginalen? Das würde erklären, weshalb dir da die Steigerung der sexuellen Erregung bis zum Höhepunkt besser gelingt. Sex ist Übungssache und du lernst dein ganzes Leben lang sexuell dazu. Das heisst, nur weil es sich heute im Vergleich nicht so schön anfühlt, bedeutet das noch nicht, dass das in Zukunft auch so sein wird.

Allgemein zum vaginalen Orgasmus stellst du eine sehr grosse Frage, die schon einige Frauen beschäftigt hat. Die Unterscheidung zwischen klitoralem und vaginalem Orgasmus ist sowohl von der Wahrnehmung her als auch rein anatomisch nicht ganz einfach.

Umgangssprachlich ist mit "Klitoris" meist nur der äussere Teil der Klitoris gemeint, das Klitorisköpfchen, oder auch "Eichel der Klitoris" genannt. Im inneren Teil der weiblichen Geschlechtsorgane geht die Klitoris jedoch noch weiter: mit Klitoris-Schenkeln und -Schwellkörpern. Du siehst das gut auf diesem Bild:

Du siehst eine Vulva mit äusserlich sichtbaren und darunterliegenden Strukturen. Äusserlich sichtbares ist in schwarzer Schrift beschriftet, darunterliegendes in Violett. Schwarz beschriftet sind: der Klitorisschaft, die Vorhaut, die Klitoriseichel, die inneren Venuslippen, die Harnröhrenöffnung, die Vaginalöffnung, der Damm und der Anus. Violett beschriftet sind die Klitorisschenkel, sie liegen unterhalb der äusseren Venuslippen, die Vorhofschwellkörper rechts und links neben der Vaginaöffnung und die Bartholini Drüsen rechts und links unterhalb der Vaginalöffnung Richtung Anus.

Daher ist auch beim vermeintlich vaginalen Orgasmus ein Teil der Klitoris involviert. Und deshalb ist es auch schwierig, die eigene körperliche Wahrnehmung klar einzuordnen. Genauer wird das in diesem Text beschrieben.

In meiner Antwort meine ich mit "klitoralem" Orgasmus also einen, der durch die Stimulation der Klitoris-Eichel ausgelöst wird. Mit "vaginalem" Orgasmus meine ich einen, der durch die Stimulation Vagina inklusive der inneren Klitorisschenkel und -schwellkörper ausgelöst wird. In der Realität ist dies aber eben schwierig zu trennen.

Wie eine Frau einen klitoralen oder vaginalen Orgasmus erlebt und wahrnimmt, ist individuell. Grundsätzlich werden vaginale Orgasmen vermehrt als Ganzkörper-Erlebnis beschrieben. Dies beinhaltet jedoch keine Wertung: Ein vaginaler Orgasmus ist nicht besser, oder mehr wert, als ein klitoraler. Wichtig ist, was sich für dich gut anfühlt.

Aufgrund deiner Beschreibung kann ich dir nicht sagen, ob du einen vaginalen Orgasmus erlebst, oder einfach vaginale Erregung wahrnimmst. Dazu müsste ich mehr wissen. Zum Beispiel: Wie bewegst du dich beim Sex? Denn, wie du Sex empfindest, hat mit der Erregungstechnik zu tun. Je mehr deine Muskeln angespannt sind, desto weniger nimmst du sanfte Berührungen wahr. Je mehr du dich bewegst beim Sex, desto mehr kannst du wahrnehmen - auch in der Vagina.Wenn du deine vaginale Empfindung als weniger stark empfindest als den Orgasmus, den du kennst, könnte das also mit der Art deiner Bewegungen zu tun haben. Wenn dich das interessiert, kannst du in diesem Text mehr dazu lesen.

Könntest du ausserdem noch genauer beschreiben, was du genau meinst, wenn du schreibst "Zudem ist ab dann der Sex nicht mehr gleich angenehm."? Erlebst du dann Reibung in der Vagina? Bist du nicht mehr in einer lustvollen Stimmung?

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Frage Nr. 39472 von 01.03.2025

Guten Tag, ich bin 39 Jahre alt und weiblich. Ich hatte vor einigen Tagen eine Fehlgeburt in der Woche 6+3 und weiß nicht, wann ich wieder schwanger werden möchte.

Meine Frage ist nun, ob der Ausfluss, der ja ganz normal ist, (gelblich) den ich noch vor meiner Fehlgeburt hatte (als noch alles in Ordnung war und ich nicht wusste, dass ich eine Fehlgeburt haben werde) und der im Slip gelandet ist noch Spermien enthalten hat von der Befruchtung? Und ich dadurch jetzt erneut schwanger werde? Können in dem Blut oder Gewebeteilen, die bei der Fehlgeburt mitkommen noch befruchtungsfähige Spermien enthalten sein?

Ich wasche die Slips vor dem nächsten tragen natürlich, weil trotz Binden ist was daneben in den Slip gekommen vom Blut. Ich frage, weil ich jetzt nicht sofort wieder schwanger werden möchte, sondern erstmal warten möchte. Kann ich durch den Ausfluss und das Blut und Gewebereste durch die Fehlgeburt in meinem Slip jetzt erneut schwanger werden?

Vielleicht ist es totaler Blödsinn, aber ich bin durch die Fehlgeburt etwas durch den Wind gerade. Das direkt nach dem Geschlechtsverkehr Spermien aus der Scheide laufen ist mir klar, weiß nur nicht wie es bei einer Fehlgeburt ist. Vielen Dank

Unsere Antwort

Mach dir keine Sorgen, du kannst so nicht schwanger werden. Weder der Ausfluss, noch das Blut oder Gewebeteile können noch befruchtungsfähige Spermien enthalten. Spermien sind äusserst empfindliche Keimzellen, die in ihrer Spermienflüssigkeit nur ganz kurz überleben können. Im Text Wie lang überleben Spermien ausserhalb des Körpers? kannst du das genauer nachlesen. Du kannst nur dann schwanger werden, wenn Spermien mit genügend Spermienflüssigket direkt in deine Vagina gelangen. Das ist beim vaginalen Geschlechtsverkehr möglich, oder auch bei einem Samenerguss direkt an deinem Vaginaeingang. Lies dazu auch diesen Text.

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